test September 2005 Test Augenoptiker: Durchblick getrübt

Nur „befriedigende“ Leistungen bescheinigt die Stiftung Warentest sieben großen Augenoptikerketten und fünf freien Berliner Optikern. Besonders enttäuscht waren die Tester von der schwankenden Qualität im Brillenhandwerk, sowohl in verschiedenen Filialen derselben Augenoptikerkette als auch in den Einzelgeschäften.

Für die September-Ausgabe der Zeitschrift test hatten die Prüfer die fachlichen und handwerklichen Leistungen der Augenoptiker und das Endprodukt Brille bewertet. Die größten Fehler zeigten die Augenoptiker bei der Bestimmung der Brillenwerte. Zu oft verließen die Tester den Laden mit Brillen, die ihre Fehlsichtigkeit unzulänglich korrigierten. Außerdem versäumten die meisten Augenoptiker, die Brille individuell an Kopf und Gesicht der Kunden anzupassen. Nur drei von 40 Brillen waren „gut“ angepasst. Eine falsche Anpassung kann Druckstellen, eine schiefe Brille und im schlimmsten Fall einen verzerrten Seheindruck hervorrufen. Auch die Beratungsleistung fanden die Tester „ernüchternd“. Verbesserungsfähig ist auch die Kundenorienierung der Augenoptiker. Oft gab es zum Beispiel keine detaillierte Auftragsbestätigung oder auf den Rechnungen fehlten Produktinformationen. Konkrete Empfehlungen sind laut test nicht möglich. Bei den Optik-Ketten von Apollo, Abele, Binder, Krane, Matt, Bode oder Fielmann gab es ebenso große Leistungsschwankungen wie bei den selbstsständigen Augenoptikern. Die Stiftung rät, beim Brillenkauf auf einige wichtige Kriterien zu achten: Nimmt der Augenoptiker sich Zeit für die Augenprüfung und Bestimmung der Glasstärke? Berät er ausführlich? Und: Sitzt die Brille ohne zu rutschen und zu drücken? Weitere Tipps finden sich in test 9/05. Ausführliche Informationen zu Augenoptiker finden sich in der September-Ausgabe von test

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