test Oktober 2003 Ernährung von Kindern: Zu viel Chemie

Fertiglebensmittel, speziell die für Kinder, erhalten meist jede Menge Zusatzstoffe wie Konservierungsstoffe, Säurungsmittel, Emulgatoren oder Phosphate, die gesundheitlich nicht immer unbedenklich sind. Darauf weist die Zeitschrift test in ihrer Oktober-Ausgabe hin.

Untersuchungen verschiedener EU-Staaten hätten jetzt gezeigt, so test, dass vor allem kleinere Kinder offenkundig weit höhere Mengen bestimmter Zusatzstoffe schluckten, als es gesundheitlich ratsam ist. Bunte Joghurts und Desserts, Brotaufstriche, Limos oder Süßigkeiten: ein Blick auf die Zutatenliste zeigt haufenweise E-Nummern, die EU-weit gültige Bezeichnung für Zusatzstoffe. Da E-Nummern inzwischen negativ besetzt sind, ist oft auch nur der Name aufgelistet, also etwa Sorbinsäure anstelle von E 200. Sorbitane und Emulgatoren beispielsweise, können bei der Verdauung die Fettaufnahme negativ beeinflussen, Phosphate stehen immer noch im Verdacht, bei Überdosierung das Kalzium aus den Knochen zu verdrängen und am Zappelphillip-Syndrom beteiligt zu sein.

Immer häufiger treten auch Zahnschäden bei den Kleinen auf, denn vielen Süßigkeiten und fast allen Softdrinks ist Zitronensäure zugesetzt. Zitronensäure in Eistee beispielsweise, kann den Zahnschmelz kindlicher Zähne zerstören, die Zähne lösen sich dann manchmal regelrecht auf. Rund 300 Zusatzstoffe sind in der EU erlaubt. Da Kinder ein Lebensmittelsortiment bevorzugen, in denen diese Stoffe enthalten sind, sollten Eltern auf eine natürliche Kost achten. Hier stecken alle Inhaltsstoffe drin, die der Körper zum Wachstum braucht, Zusatzstoffe sind für eine gesunde Ernährung überflüssig. Ausführliche Informationen zur Ernährung von Kindern finden sich in der Oktober-Ausgabe von test.

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