test November 2005 Softshelljacken: Probleme bei Haltbarkeit und Atmungsaktivität

Atmungsaktiv, wärmeisolierend, Wind und Wasser abweisend und dabei noch robust und elastisch – das sollen die neuen Outdoorjacken für den Herbst alles können. Die Stiftung Warentest hat 13 dieser sogenannten Softshelljacken, die zwischen 70 und 230 Euro kosten, geprüft. Ergebnis: Die Jacke von Globetrotter „Four Seasons Yoho“ fiel komplett durch und musste mit „mangelhaft“ bewertet werden. Hier löste sich bereits nach fünfmal Waschen die Außen- von der Innenschicht.

Die meisten Jacken haben jedoch eine „gute“ Qualität. Allerdings kann man dafür 200 Euro ausgeben – aber auch nur 80 Euro, wie beispielsweise für die Intersport/McKinley Northbend. Einige Jacken hatten jedoch Probleme mit der Atmungsaktivität, der Haltbarkeit und dem Wind- und Regenschutz.

Im Unterschied zu Fleecejacken bieten Softshelljacken den besseren Schutz vor Wind und Regen. Die Softshelljacken bestehen meist aus einem strapazierfähigen, glatten Oberstoff und einer wärmeisolierenden Innenschicht. Manche haben dazwischen noch eine Membran oder Beschichtung, die den dampfförmigen Schweiß nach außen entweichen lässt, aber Regen nicht hinein. Komplett wasserdicht sind die geprüften Softshelljacken allerdings nicht, da beim Vernähen die Membran durchstochen wird und die Nähte nicht mit einem Klebeband verschweißt sind.

Ob die Jacken zwischen Oberstoff und Innenschicht noch eine Membran oder Beschichtung haben, ist für die Atmungsaktivität egal, wie die Tester in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift test nachweisen: Eine Jacke mit guter Membran, zum Beispiel mit dem Gore-Windstopper, ist genauso atmungsaktiv wie eine Jacke ohne Membran. Allerdings bieten die Jacken mit Membran oder Beschichtung einen besseren Windschutz.

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