test November 2005 Rucola-Salat: Von 16 Produkten sind 12 deutlich oder stark mit Nitrat belastet

Der Rucola-Salat hat eine steile Karriere hinter sich: vom buchstäblichen Mauerblümchen avancierte er zu einem gern verwendeten Star der neuen Küche. Liebhaber schätzen sein nussiges, leicht bitteres Aroma. Die Stiftung Warentest fand in 12 von 16 Produkten eine deutliche bis starke Nitratbelastung, und einmal wurde sogar die gesetzlich erlaubte Höchstmenge für ein Pestizid überschritten.

Fast jedes zweite getestete Produkt war in der Untersuchung der Stiftung Warentest stark mit Nitrat belastet. Der auch unter dem Namen „Rauke“ bekannte Rucolasalat ist nämlich besonders speicherfähig und neigt dazu, viel Nitrat anzureichern.

Gesund ist das nicht – aus Nitrat können über Nitrite Nitrosamine entstehen, und die gelten als Krebs erzeugend.

Durch das Entfernen der groben Stiele kann man die die Nitratbelastung senken. Noch ein Tipp: Rucola in der Saison (Frühling und Sommer) kaufen, denn Rucola aus dem Treibhaus enthält wegen des fehlenden Sonnenlichts eher mehr Nitrat und ist oft sehr stielig.

Aber auch Rückstände aus Insektenbekämpfungsmitteln fanden die Tester in den Proben, die aus Supermärkten, Bioläden, Kaufhäusern, von Gemüsehändlern oder vom Markt stammten. In einem Salat waren sogar acht verschiedene Pestizide. Der Bioland-Salat war als einziger überhaupt nicht belastet.

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