test November 2005 Flüchtiges Rot: Von 17 Haarfärbemitteln nur zwei „gut“

Wer von einem leuchtend roten Schopf träumt, dessen Chancen zur Verwirklichung sind nicht sehr groß – zumindest nicht beim Selbstfärben. Bei einem Test von 17 roten Haarfärbemitteln waren nur zwei Produkte „gut“, und auch bei ihnen schwand das Rot recht schnell. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in der November-Ausgabe ihrer Zeitschrift test.

Für 30 Euro, die so mancher Friseur fürs Färben verlangt, kann man zu Hause bis zu zehnmal selber färben. Doch das Ergebnis eines umfangreichen Tests ist ernüchternd. Das frisch gefärbte Haar der 200 Teilnehmerinnen traf selten den Ton, den die Packung versprach und nach vier Wochen war das Rot oft weitgehend verschwunden. Das ist auch deshalb ärgerlich, weil alle Produkte Dauerhaltbarkeit und perfekte Grauabdeckung versprechen. Was nach vier Wochen blieb, reichte je nach Ausgangshaarfarbe und Färbeprodukt von dunkelbraunen, fast schwarzen Haaren ohne Rotanteil bis zu solchen, die vorher hell oder grau waren und nun karottig oder rosa schimmerten.

Nur zwei Haarfärbemittel im Test waren „gut“. Dabei kostet Schwarzkopf Palette Rubinrot 678 mit 3,60 Euro Pro Packung nicht einmal die Hälfte von dem, was man für L’Oréal Récital Préférence Dunkel Glutrot 4.66 G (9 Euro) zahlen muss. Neun Produkte waren „befriedigend“, drei „ausreichend“ und eines, Henna plus Red 5.64 für 11 Euro, „mangelhaft“. Dieses Haarfärbemittel stammt aus dem Bioladen und traf den versprochenen satten Rotton kein einziges Mal. Bei diesem und einem weiteren Produkt aus dem Reformhaus zeigte sich: Auch hier ist ganz konventionelle Chemie mit oxidativen Haarfarben am Werk.

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