test November 2005 Bahnpreise: Bis zu 90 Prozent teurer

Mit der geplanten Preiserhöhung der Bahn Mitte Dezember zahlt eine Kleingruppe von fünf Personen bis zu 90 Prozent mehr für ein Ticket als bisher. Denn der Mitfahrerrabatt, von dem die Begleiter der Bahncardinhaber bisher profitieren, indem sie nur den halben Preis bezahlen müssen, fällt dann weg.

Im Extremfall zahlt eine fünfköpfige Kleingruppe (einer davon mit Bahncard 50) für die ICE-Reise Hamburg-Berlin-Hamburg zukünftig 522 Euro, bislang sind es 275 Euro. Zum Vergleich: In einem Auto von DB-Carsharing kostet die Fahrt zu einem 48-stündigen Berlinausflug nur etwa 180 Euro.

Paare, Familien und Kleingruppen haben in Zukunft oft nur eine Chance für günstiges Bahnfahren: mit dem Sparpreisticket. Hier sind Rabatte für Bahncard 25 (25 Prozent), Mitfahrer (50 Prozent) und Frühbuchung (25 oder 50 Prozent) auch künftig optimal miteinander kombinierbar. Der Preis für den Berlinausflug der Gruppe lässt sich so auf etwa 130 Euro senken. Doch Sparpreistickets gibt es nur für Hin- und Rückfahrt, den optimalen Rabatt von 50 Prozent erhält man nur bei Tagesausflügen am Wochenende oder wenn man Samstag am Zielort übernachtet. Das größte Problem ist die Kontingentierung der Sparpreis-Tickets, die zur Hauptverkehrszeit an Wochenenden oder zu Beginn der Schulferien Mangelware sind. Tipp der Tester: Wenn Sparpreise im ICE ausgebucht sind, kann die Suche nach Verbindungen in der 1. Klasse, zu verkehrsschwachen Zeiten oder ohne ICE erfolgreich sein.

Sparen lässt sich vor allem mit den Schönes-Wochenende- und Ländertickets. Die Bahn verteuert zwar auch einige dieser Fahrkarten um bis zu 9,5 Prozent, aber zum Teil verbessert sie das Angebot: Alle Länderticktes gelten künftig auch am Samstag oder Sonntag.

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