test November 2005 Aktionsware von Discountern: Geiz kann gefährlich werden

Die Qualität der Sonderangebote in Discountern wie Aldi und Lidl sinkt. Im vergangenen Jahr erwiesen sich von insgesamt 58 geprüften Produkten gleich 22 als Fehlkäufe. Dies entspricht einer Quote von 38 Prozent (Vorjahr: 25 Prozent). Häufig fand die Stiftung Warentest in den Aktionsartikeln Chemikalien, die Krebs auslösen, das Erbgut schädigen oder sich hormonell auf den menschlichen Körper auswirken können.

Hammerset und Winkelschleifer von Aldi, Maurerkellen und Sägen von Lidl, Laufräder und Tacker von Plus – einige Beispiele für Produkte mit gefährlichen Schadstoffen. Andere Artikel waren zwar nicht giftig, aber untauglich: Ein Gartenhäcksler von Aldi war bereits nach 15 Minuten Dauerbetrieb defekt. Ein bei Plus gekaufter Staubsauger nahm gerade mal 10 Prozent des Staubes auf.

Gute Qualität zu günstigem Preis ist eher die Ausnahme: Nur ein Viertel der Produkte stufte die Stiftung Warentest als echte Schnäppchen ein. Mit deutlichem Abstand bester Anbieter war Aldi: Von 20 geprüften Aktionsartikeln waren 10 Schnäppchen. Hauptkonkurrent Lidl schnitt mit zwei Schnäppchen bei 14 Produkten wesentlich schlechter ab. Noch schlechter die Bilanz von Plus: sechs Fehlkäufe bei neun Produkten.

Die Stiftung Warentest prüft jede Woche eine Aktionsware aus dem Lebensmittelhandel. Der Schnelltest wird zunächst im Internet unter www.test.de veröffentlicht, viele Produkte später auch in der Zeitschrift „test“.

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