test Mai 2004 Zu fett, zu salzig, zu einseitig: Menüdienste liefern wenig Appetitliches

Bei Menüdiensten, auch „Essen auf Rädern“ genannt, lässt die Qualität des Essens zu wünschen übrig. Oft wurde Senioren reichlich fette und salzige Kost aufgetischt. Und in manchem Dessert waren allzu viele Keime. Für die Mai-Ausgabe der Zeitschrift test hat die Siftung Warentest das Essen und den Service bei sechs Anbietern in Hamburg und bei einem in Potsdam untersucht.

Kein Einkaufen, kein Kochen, kein Abwasch – älteren Menschen kann der mobile Menüdienst das Altersheim ersparen und das Leben zu Hause erleichtern. Aber die gelieferten Mahlzeiten entsprechen in vielen Fällen nicht den Empfehlungen für eine ausgewogene und gesunde Kost: Der Fettanteil der Speisen war zu hoch, Mineralstoffe und Vitamine oft nicht ausreichend vorhanden und am Salz wurde auch nicht gespart. Bei vier von sieben Anbietern fanden die Tester coliforme Bakterien in der Nachspeise. Gesundheitsgefährdend war das zwar nicht, aber ein Hinweis auf mangelnde Hygiene bei der Herstellung oder dem Transport der Speisen.

Positiv konnten die Tester den Service bewerten. Das Essen wurde unkompliziert angeliefert, ohne Vertragsbindung und Kündigungsfristen. Aber auf das Essen mußten die Senioren oft lange warten. Nur die Volkssolidarität in Potsdam machte präzise Angaben zum Liefertermin und hielt ihn auch weitgehend ein. Insgesamt erhielt die Volkssolidarität Potsdam als einziger Anbieter im Test ein „gutes“ Qualitätsurteil. Sechs Anbieter in Hamburg schnitten insgesamt mit „Befriedigend“ ab. Ausführliche Informationen zu Menüdiensten finden sich in der Mai-Ausgabe von test.

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