test Mai 2003 Pestizide in Erdbeeren: Rückstände in fast allen importierten Früchten

Wer im Frühling Lust auf süße, leckere Erdbeeren bekommt, sollte lieber warten, bis die roten Leckerbissen aus heimischen Gefilden im Angebot sind. Das ist besser für den Geschmack und wohl auch für das Wohlbefinden: In fast allen importierten Erdbeeren fand die Stiftung Warentest Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. Früchte aus Marokko waren dabei stets deutlich bis stark belastet, berichtet die Zeitschrift test in ihrer Mai-Ausgabe.

Erdbeeren zu erschwinglichen Preisen, die bei uns schon im Winter Käufer locken, sind weit gereiste Weltenbummler. Sie kommen hauptsächlich aus Spanien, aber auch aus Marokko, Ägypten, Israel, Jordanien oder Florida. Damit sie schön wachsen und die weite Reise überstehen, bekommen die Pflanzen zum Beispiel jede Menge Pestizide verpasst: gegen Blattläuse, Wurzelfäule, Spinnmilben, Raupen, Käfer und Schimmel auf dem Obst. Reste davon verbleiben auch auf der Frucht.

Von 21 Erdbeerproben waren nur zwei pestizidfrei, in 19 fanden die Tester insgesamt 16 verschiedene Pflanzenschutzmittel, hauptsächlich solche gegen Pilzbefall. Ettliche Proben enthielten sogar bis zu vier verschiedene Substanzen. Dabei lagen die Messwerte vielfach sehr deutlich unter den zulässigen Höchstmengen. Aber: sieben Proben waren „deutlich belastet“, darunter vier spanische und drei marokkanische. In einer weiteren marokkanischen Probe fanden die Tester fünf Mal mehr Antipilzmittel als zulässig. Sie hätten bei uns gar nicht mehr verkauft werden dürfen. Ausführliche Informationen zu Pestiziden in Erdbeeren finden sich in der Mai-Ausgabe von test.

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