test Mai 2003 Antibabypillen: Guter Schutz – aber riesige Preisunterschiede

40 Prozent aller Frauen zwischen 14 und 44 nehmen als Mittel zur Verhütung am liebsten die Pille – und lassen sich den Schutz etwas kosten. Die Stiftung Warentest hat jetzt Antibabypillen untersucht und nennt in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift test die Präparate, die empfehlenswert sind. Dabei wurde deutlich: Die Preisunterschiede bei den Pillen sind enorm. Die Dreimonatspackung gibt es für 10 Euro – aber auch für mehr als das Vierfache.

Die preisgünstigste Pille ist das Einphasenpräparat Nora-ratiopharm, das über die gesamte Einnahmezeit eine gleichbleibende Menge der beiden Hormone enthält. Hier kostet die Dreimonatspackung 9,80 Euro. Die Minipillen, die nur Gestagene als Hormon enthalten, sind teurer. Aber auch hier gibt es große Preisunterschiede: Die Hersteller verlangen zwischen 20 und 43 Euro – und das bei fast identischer Zusammensetzung.

Wer sich für die Pille als Verhütungsmethode entscheidet, sollte auf einen möglichst niedrigen Östrogenanteil achten. Denn je höher der Östrogenanteil, desto höher das Risiko gefährlicher Nebenwirkungen wie beispielsweise Thrombosen oder Brustkrebs. Der zweite Bestandteil der meisten Pillen sind Gestagene. Da das Gestagen Levonorgestrel als am sichersten gilt, sollten Präparate mit diesem Gestagen bevorzugt werden.

Wichtig: Auch wer sich die Antibabypille übers Internet bestellt, sollte sich auf jeden Fall vorher vom Arzt untersuchen und beraten lassen. Denn der Eingriff in den eigenen Hormonhaushalt kann auch eine Reihe von unerwünschten Nebenwirkungen haben. Ausführliche Informationen zu den Antibabypillen finden sich in der Mai-Ausgabe von test.

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