test März 2005 Test Versandapotheken: Jede zweite „mangelhaft“

Bei einem Test von 20 Versandapotheken im In- und Ausland hat die Stiftung Warentest die Hälfte der Anbieter mit „mangelhaft“ bewertet. Darunter sind auch prominente wie DocMorris. Bei der Untersuchung in der März-Ausgabe von test geht es um den Bestell- und Lieferservice, die Nutzerfreundlichkeit der Internetpräsentation und vor allem um die Beratungsqualität der Patientenanfragen.

Die Mängelliste der Tester ist lang: In fünf Fällen wurden Rezepte schlicht vergessen oder nicht bearbeitet, bei anderen mussten Patienten viele Tage bis Wochen auf ihre Tabletten warten. Wichtige Informationen und Ratschläge zu Neben- und Wechselwirkungen von Arzneimitteln wurden nicht oder nur unzureichend gegeben, zum Beispiel, dass die Wirkungen von bestimmten Mitteln sich bei gleichzeitiger Einnahme beeinflussen können. Es gab kaum einen Versender, der mit der Päckchenaufschrift „Nicht an Kinder ausliefern“ arbeitete. Oft wurde das Päckchen beim Nachbarn abgegeben, gelegentlich landete es sogar vor der Tür. Eine Apotheke buchte die Kosten für ein Rezept gleich dreimal ab. Über Widerruf- und Rückgaberechte wurde nicht immer korrekt informiert.

Auch bei den Preisen muss genau hingeschaut werden. Manche Versender orientieren sich noch am offiziellen Apotheker-Preisverzeichnis, vereinzelt wurden auch darüber hinausgehende, weit höhere Preise verlangt. Der Pharma-Versandhandel ist also nicht in jedem Fall günstiger. Positiv: Immerhin neun der getesten Versandapotheken bekamen das Qualitätsurteil „gut“. Ausführliche Informationen zu Versandapotheken finden sich in der März-Ausgabe von test.

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