test Juli 2004 Mittel gegen Reisekrankheit: Nur 4 von 27 sind geeignet

Wer auf Reisen unter Schwindelanfällen oder Revolten im Magen leidet, kann seine Reisekrankheit mit Arzneimitteln besänftigen, die aber meist müde machen. Die Stiftung Warentest untersuchte in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift test Mittel gegen Reisekrankheiten und stellt Präparate zur Selbstbehandlung vor.

Die Wirkstoffe Dimenhydrinat und Diphenhydramin, die in Antihistaminika enthalten sind, hemmen eine Erweiterung der Blutgefäße und den Brechreiz. Diese Antihistaminika sind auch als Schlafmittel und gegen Allergien gebräuchlich. Die geeigneten Antihistaminika Produkte mit dem Wirkstoff Diphenhydramin-hydrochlorid machen müde, was dann positiv sein kann, wenn man auf der Reise schlafen möchte. Mit Einschränkung geeignet sind Dimenhydrinat Antihistaminika mit dem Wirkstoff Chlortheophyllin, die als Kaugummis, Sirup, Zäpfchen, Tabletten, Dragees oder Kapseln erhältlich sind. Die Produkte machen wie Dimenhydrinat müde. Das enthaltene Chlortheophyllin trägt zur Wirkung des Antihistamins nichts bei, hat aber auch keine unerwünschten Nebenwirkungen.

Ebenfalls mit Einschränkung geeignet ist das über Jahrhunderte von Seeleuten gegen Seekrankheit genommene Ingwerpulver. Es kann Übelkeit und Schwindel abschwächen. Ingwer bietet sich auch als Mittel für Kinder oder ältere Menschen an, muss aber relativ hoch dosiert werden. Eine halbe Stunde vor Reiseantritt sollte man etwa ein Gramm Ingwerpulver einnehmen. Um vorbeugend gegen die Reisekrankheit einzuwirken, sollte man die Reise ausgeruht antreten, den Magen nicht überladen und bis zu 24 Stunden vor der Reise keinen Alkohol trinken. Ausführliche Informationen zu Mitteln gegen Reisekrankheit finden sich in der Juli-Ausgabe von test.

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