test August 2003 Schlaflose Nächte, müde Tage: Schlafmittel auf dem Prüfstand

Fast jeder dritte Erwachsene leidet unter Schlafstörungen, Frauen häufiger als Männer, ältere Menschen deutlich mehr als junge. Medikamente helfen, Schlafprobleme kurzfristig zu vertreiben. In der August-Ausgabe von test werden die besten Pharmahilfen vorgestellt. Doch Vorsicht ist geboten: Häufig droht bei regelmäßiger Einnahme Abhängigkeit von den Mitteln.

Der unerfüllte Wunsch nach erholsamem Schlaf lastet vielen auf Körper, Geist und Seele. Mindestens 600.000 Menschen versprechen sich Abhilfe von Beruhigungs- oder Schlafmitteln. Doch die Arzneien beseitigen nicht die Ursache von Schlafstörungen. Es besteht sogar die Gefahr, dass sich die Schlafstörungen „festsetzen“. Grund dafür ist der rasche Gewöhnungseffekt und das zum Teil hohe Abhängigkeitspotenzial bei verschreibungspflichtigen Schlafmitteln.

Die Stiftung Warentest rät, zuerst die Ursachen der Schlafstörung mit dem Arzt abzuklären. Auf keinem Fall sollten wahllos Beruhigungs- oder Schlafmittel geschluckt werden. Wer noch keine Erfahrungen mit Schlafmitteln hat, kann es zuerst mit pflanzlichen Mitteln wie Baldrianwurzelextrakt versuchen. Doch ist zu beachten, dass Baldrian, Hopfen & Co nicht unmittelbar helfen. Sie wirken bestenfalls nach einigen Wochen der Einnahme und müssen ausreichend hoch dosiert werden. Verschreibungspflichtige und für Schlafstörungen geeignete Benzodiazepine sollten nur kurzfristig eingenommen werden, da sie zur Abhängigkeit führen. Neben Mitteln, die geeignet sind, beschreibt test auch solche Medikamente, die wenig geeignet sind. Ausführliche Informationen zu Schlafmitteln finden sich unter www.test.de/schlafmittel.

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