test August 2003 Ananassäfte: 13 von 15 „mangelhaft“

13 von 15 Ananassäften, die die Stiftung Warentest für die Zeitschrift test untersuchte, bekamen das Qualitätsurteil „mangelhaft“, nur zwei Bio-Direktsäfte waren „gut“. Der Grund für die überwiegend schlechte Beurteilung: Bei 13 Säften stimmte das Aromasprektrum nicht. Die Fruchtsaftverordnung verlangt, dass der Fruchtsaft in Farbe, Aroma und Geschmack charakteristisch für die Frucht sein muss, aus der er stammt. Das war bei den schlecht beurteilten Säften nicht der Fall.

Bei den Ananassäften von Bauer und Niehoffs Vaihinger ließen sich sogar für Fruchtsaft verbotene synthetische Aromastoffe nachweisen. „Mangelhaft“ beurteilt wurden auch die meisten anderen Säfte, die aus Konzentrat rückverdünnt wurden, weil bei ihnen das Ananasaroma nicht wieder hergestellt war. Aber auch zwei Direktsäfte, die von Aldi Nord und Aldi Süd bekamen die schlechte Note, weil ihr Aromaspektrum für Ananasdirektsaft untypisch war und die Aromastoffe auf verdorbene Früchte hinwiesen. Eine Gesundheitsgefahr durch Keime oder Schadstoffe geht von den Produkten allerdings nicht aus.

Nur die beiden Bio-Direktsäfte von Voelkel und Beutelsbacher überzeugten durch ein rundum typisches Ananassaftaroma. Sie rochen und schmeckten auch deutlich nach reifer Ananas. Sie kosten allerdings zwischen 5,55 und 5,70 Euro pro Liter. Grund für den hohen Preis: Der Anbau von Bio-Ananas sowie das Pressen ganzer Früchte ist teuer. Ausführliche Informationen zu Ananassäften finden sich in der August-Ausgabe von test.

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