test April 2005 Gehts auch preiswerter? Schlecht beraten – Bahnpreise im Test

Viel zu oft verkauft die Bahn unnötig teure Tickets. Die Chance auf Anhieb ein preiswertes Bahnticket zu erwischen, ist relativ gering. Das liegt weniger am Verkäufer, sondern am Buchungssystem und der Computersoftware. Für die April-Ausgabe der Zeitschrift test hat die Stiftung Warentest die Preisberatung der Deutschen Bahn zu ausgewählten Reisemodellen untersucht. Egal ob am Bahnschalter, Telefon, Automaten oder im Internet – das Testergebnis ist jedes Mal nur „ausreichend“.

Zu selten wurde das Sparpotential der Bahncard 25, der Ländertickets oder der Sparpreise genutzt. Verkäufer, die das Streckennetz und die Zuglinien zu wenig kannten, vertrauten dem Computer und scheiterten. Häufig empfahlen die Verkäufer den teuren ICE, obwohl alternativ günstige IC- und Regionalexpresslinen verkehren und diese Reisen oft nicht viel länger dauern. Drei von vier Verkäufern nannten die preisgünstigeren Reisealternativen zunächst überhaupt nicht, sondern allenfalls auf Nachfrage der Tester.

Nicht nur bessere Informationen für Kunden und Verkäufer, sondern auch Korrekturen am System könnten die Bahn in Konkurrenz zu Billigfliegern und Autos stärken. Viele Verkäufer geben sich zwar Mühe, aber die Computersoftware unterstützt sie dabei nur unzureichend. Bis heute schafft sie es nicht, alle preiswerten Reisevarianten auf Anhieb oder mit einer „Bester-Preis-Funktion“ anzuzeigen. Trotz Alledem: Die Bahn schont die Umwelt und ist das sicherste Verkehrsmittel. Wer sich vor Reiseantritt gut informiert und die Spartipps in der April-Ausgabe von test nutzt, kann den teuren Tickets ein Schnäppchen schlagen. Ausführliche Informationen zu Bahnpreisen finden sich in der April-Ausgabe von test.

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