test April 2003 Zitterpartie auf Rädern: Fahrrad-Kindersitze im Test

Bei 16 geprüften Fahrrad-Kindersitzen fand die Stiftung Warentest nur vier „gute“. Zwar fiel keiner völlig aus dem Rahmen, aber diverse Mängel machen viele zu einem Risiko. Sieben kamen gerade noch mit dem Urteil „ausreichend“ über die Runden. Schwachstellen hatten sie vor allem in der Sicherheit. Der Rest war Mittelmaß, schreibt die Zeitschrift test in ihrer April-Ausgabe.

Neben den üblichen Kindersitzen auf dem Gepäckträger prüften die Tester auch solche, die vorn am Lenker befestigt werden. Die Frontsitze kosteten zwischen 48 und 60 Euro, die Heckmodelle zwischen 40 und 130 Euro. Für viel Geld gibt es aber nicht automatisch auch mehr Sicherheit. So kam der teuerste Kindersitz des Vergleiches, Topeak Baby Seat nur auf „ausreichend“. Für den „guten“ Hamax Kiss Basic sind dagegen nur relativ bescheidene 50 Euro auszugeben.

Bei den Heckmodellen hatten vier Sitze Probleme mit der Sicherheit und bekamen deshalb nur das Urteil „ausreichend“. In drei Fällen ließen sich die Sitze einfach nicht fest genug ans Rad montieren. Der eingeschränkte Halt der drei Modelle führt in der Praxis zwar nicht gleich zum Absturz, aber die Sicherheit des ganzen Systems leidet erheblich. Bei einem Sitz lässt sich das Kind schwer anschnallen, weil sich das Gurtschloss nur mit Kraft bedienen lässt. Auch wenn es mit zusammengebissenen Zähnen und der Zuhilfenahme der zweiten Hand klappen sollte, ist der erforderliche Aufwand extrem nervig. Handhabungsprobleme sind deshalb nicht zu unterschätzen. Was nutzt der sicherste Sitz, wenn der alltägliche Betrieb umständlich und Zeit raubend ist? Die Ergebnis-Tabelle in der Zeitschrift test zeigt die teilweise erheblichen Unterschiede. Ausführliche Informationen zu den Fahrrad-Kindersitzen finden sich in der April-Ausgabe von test.

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