Zugverspätung: Entschädigung online beantragen – so geht‘s

Wer wegen einer Zugverspätung genervt ist, braucht sich nicht auch noch über die umständliche Rückerstattungspraxis der Bahn aufzuregen. Zwei Portale kümmern sich für Bahnkunden um die Entschädigungen. Die Stiftung Warentest hat sich beide einmal genauer angesehen und resümiert: eins ist bequem, eins ist schnell. Und beide sind eine interessante Alternative zum DB-Reisezentrum oder zum Servicecenter Fahrgastrechte.

„Wenn ich keine Lust habe, das Fahrgastrechte-Formular der Bahn zu besorgen, auszufüllen und per Post einzureichen, dann sind bahn-buddy.de oder zug-erstattung.de eine gute Möglichkeit, mein Geld zurück zu bekommen“, sagt Reiserecht-Experte Michael Sittig.

zug-erstattung.de verschickt den Antrag auf Entschädigung für den Bahnfahrer und ist damit bequem von unterwegs möglich. Einfach die Fahrkarte als Foto oder E-Ticket hochladen, Daten eingeben, fertig. Das Portal verschickt die Anträge gebündelt an die Bahn und fungiert damit wie eine Art Postbote. Es kann aber bis zu vier Wochen dauern, bis das Geld da ist, und manchmal gibt es auch Rückfragen an den Kunden. Der erste Antrag kostet nichts, ab dem zweiten sind pro Antrag 99 Cent fällig.

Anders bei bahn-buddy.de – hier kauft der Anbieter nach Prüfung der Erfolgschancen die Erstattungsansprüche des Kunden auf und holt sich das Geld selbst von der Bahn zurück. Vorteil: Der Kunde hat sofort Geld und kann die Sache abhaken. Dafür zieht bahn-buddy.de von der zurückgeholten Summe 10 bis 20 Prozent ab. Dafür ist das Geld innerhalb von 24 Stunden da.

Unter www.test.de/bahnentschaedigung werden alle Möglichkeiten, bei Zugverspätung an sein Geld zu kommen, ausführlich mit Vor- und Nachteilen sowie Links vorgestellt.