Wettbewerb „Jugend testet 2014“ Kreative Nachwuchstester in Berlin ausgezeichnet

Tamagotchi-Apps und Trockenshampoo, Würfel und Wattepads, Schultoiletten und Spielekonsolen – vielfältig und teilweise außergewöhnlich sind die Produkte und Dienstleistungen, die die Teilnehmer des Wettbewerbs „Jugend testet 2014“ untersuchten. 2.529 Jugendliche haben in diesem Jahr einzeln oder in Teams 682 Arbeiten eingereicht. Die besten hat die Stiftung Warentest am 01.07.2014 in Berlin prämiert, zusammen mit Bundesverbraucherschutzminister Heiko Maas, Schirmherr des Wettbewerbs. Der Minister dankte allen teilnehmenden Testerinnen und Testern für ihren Beitrag für mehr Transparenz und Verbraucherinformation.

In den beiden Wettbewerbskategorien Produkttests und Dienstleistungstests wurden jeweils die besten drei Arbeiten ausgezeichnet und Preisgelder von insgesamt 8.500 Euro überreicht.

Der erste Preis in der Kategorie Produkttests geht an einen 15-jährigen Gymnasiasten aus Wolfenbüttel in Niedersachsen, der ausgiebig Knallerbsen testete: Über 1.000 der Miniknaller ließ er explodieren, um herauszufinden, welche sich auch aus geringer Höhe einsetzen lassen, am lautesten knallen und gegen Luftfeuchtigkeit resistent sind.

Den zweiten Platz belegen zwei Schülerinnen aus dem Landkreis Reutlingen (Baden-Württemberg), die in einem aufwändigen Test Anti-Schimmel-Reiniger auf ihre Wirkung untersuchten. Dazu züchteten die beiden 17-Jährigen im Labor erst Schimmelpilze in Petrischalen, um dann die Reiniger unter vergleichbaren Bedingungen testen zu können.

Bei vier Schülerinnen aus München drehte sich im Test alles um Zitronenkuchen. Sie untersuchten Backmischungen auf Zusatzstoffe, prüften die Anleitungen zur Zubereitung und ob der Kuchen auf der Packung dem glich, der später aus dem Ofen kam. Um den Geschmack zu bewerten, spannten sie ganze Schulklassen ein. Damit sicherten sie sich Platz 3 in der Kategorie Produkttests.

In der Kategorie Dienstleistungstests waren zwei Gymnasiasten aus Karlsruhe (Baden-Württemberg) die strahlenden Erstplatzierten. Sie testeten acht Cloud-Anbieter, bei denen man kostenlos Daten im Internet speichern kann. Dabei prüften sie nicht nur den Anmeldeprozess, die Onlinehilfe und Zugriffsmöglichkeiten, sondern auch Speichermengen, Geschwindigkeit und Sicherheitsaspekte. Erstaunt hat sie vor allem die mangelnde Sicherheit vieler Anbieter: „Teilweise haben die Anbieter die Daten überhaupt nicht verschlüsselt übertragen. Das macht es natürlich sehr einfach, diese Daten abzugreifen“, erklärt Felix Alshut, einer der beiden Gewinner.

Bei den Dienstleistungstests teilen sich zwei Arbeiten den dritten Platz: Zwei Schülerinnen aus der Nähe von Schwäbisch Gmünd (Baden-Württemberg) haben mit viel Einsatz Hilfsorganisationen getestet und dabei besonders auf die Unterstützung für Jugendliche beim Spendensammeln geachtet. Den Fanservice der 18 Fußball-Bundesligisten haben zwei 15-Jährige aus Karlsruhe unter die Lupe genommen. Dazu schickten die beiden Gymnasiasten Briefe mit Fragen und Anliegen an die Vereine. Punkten konnten die Vereine dabei mit Autogrammkarten, Schnelligkeit und individuellen Antworten auf die gestellten Fragen.

Neben den sechs Hauptpreisen vergibt die Stiftung Warentest zahlreiche Anerkennungspreise und Urkunden. Seit Bestehen des Wettbewerbs haben über 37.000 Jugendliche an „Jugend testet“ teilgenommen. Die nächste Runde startet im September 2014. Mehr Informationen unter www.jugend-testet.de.

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