Wett­bewerb „Jugend testet 2012“ Beste Nach­wuchs­tester in Berlin ausgezeichnet

Tintenkiller und Tennis­socken, Wetter-Apps und Wunderkerzen, Einmalgrills und Eyeliner, Kinder­such­maschinen und Schulkantinen – 2.303 Jugend­liche im Alter zwischen 12 und 19 Jahren haben beim Wett­bewerb „Jugend testet 2012“ alles untersucht, was sie interes­siert. Die besten Arbeiten hat die Stiftung Warentest am 15. Juni 2012 in Berlin prämiert.

Kreativ, akribisch und mit viel Spaß prüften die Teilnehmer des Wett­bewerbs Produkte und Dienst­leistungen: Sie fuhren beispiels­weise mit aufgespannten Regenschirmen auf einem Quad, um die Wind­geschwindig­keit zu bestimmen, bei der die Schirme umkni­cken. Sie sortierten akribisch Früchte aus Früchtemüsli, um den auf der Packung angegebenen Frucht­anteil zu prüfen. Und sie loteten die Belast­barkeit von Milchtüten aus, indem sie sie aus ein und zwei Metern Höhe fallen ließen.

Bundes­verbraucher­ministerin Ilse Aigner bezeichnete den Wett­bewerb „Jugend testet“ als wichtigen Wegbegleiter der Verbraucher­bildung. Die Leistungen der Preisträger „Jugend testet“ seien vorbild­lich für alle Verbraucher: „Die vielen Wett­bewerbs­beiträge zeigen, dass Verbraucher­bildung vieler­orts schon heute groß­geschrieben wird“, sagte Aigner anläss­lich der Preis­verleihung. „Mit den Tests haben die Jugend­lichen gezeigt, dass die Anbieter Qualität abliefern müssen, wenn sie am Markt bestehen wollen. Jeder prüfende Blick fördert das Angebot qualitativ hoch­wertiger Produkte.“

In den beiden Wett­bewerbs­kategorien Produkttests und Dienst­leistungs­tests gab es sechs Haupt­preise im Gesamt­wert von 9.000 Euro zu gewinnen.

In der Wett­bewerbs­kategorie Dienst­leistungs­tests geht der mit 2.000 Euro dotierte 1. Preis an fünf Schüler des Emil-Fischer-Gymnasiums in Euskirchen (NRW). Sie wollten wissen, ob Apps zur Musikerkennung zuver­lässig auch unbe­kannte oder deutsch­sprachige Songs erkennen. Ihr Ergebnis: Eine gute App erkennt rund 90 Prozent der Songs, eine schlechte hingegen nicht einmal 60 Prozent.

Den 2. Preis und 1.500 Euro erhält ein Schüler aus Böblingen (Baden-Württem­berg) für seinen Test von kostenlosen Homepage-Anbietern. Die Kulanz beim Umtausch im Einzelhandel untersuchte eine 15-Jährige aus Neuwied (Rhein­land-Pfalz) und erhielt dafür den mit 1.000 Euro dotierten 3. Preis. Sie untersuchte nicht nur Umtausch­fristen und Abwick­lung des Umtauschs, sondern wollte auch wissen, ob der Kassenbon erforderlich ist, der Umtausch begründet werden muss und wie die Einzel­handels­ketten bei geöff­neter oder angebrochener Ware reagieren. Ihr Fazit: Zumindest beim Thema Umtausch ist der Kunde in Deutsch­land meistens König.

Über Wochen produzierten drei 17-Jährige aus Detmold (NRW) hartnä­ckigen Schmutz für ihren Test von Allzweckreinigern – und erhielten dafür jetzt einen sauberen Lohn: 2.000 Euro und den 1. Preis in der Wett­bewerbs­kategorie Produkttests. Der 2. Preis in dieser Kategorie geht an die Klasse 9e der Realschule Neutraubling (Bayern) für ihren Test von Hühnereiern. Sie prüften akribisch Konsistenz, Optik und Geschmack der Eier als Spiegel- und Rührei, in Buskuitteig verbacken, gekocht und als Panade. Für ihren Test von Sekundenklebern erhielten vier Gymnasiasten aus Bayern den mit 1000 Euro dotierten 3. Preis. Sie stellten mit Erstaunen fest, dass nicht jeder Sekunden­kleber sekunden­schnell klebt. Während manche bereits nach 10 Sekunden trocken waren, dauerte das bei anderen bis zu 15 Minuten.

Neben den sechs Haupt­preisen vergibt die Stiftung Warentest zahlreiche Anerkennungs­preise und Urkunden. Die nächste Runde des Wett­bewerbs startet im September 2012. Mehr Informationen unter www.jugend-testet.de.

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