Wett­bewerb „Jugend testet 2010“ Beste Nach­wuchs­tester prämiert

Welcher Free-Mail-Dienst ist der beste? Wo bekomme ich schnell gute Papier­abzüge von meinen Digitalfotos? Welche Schwimm­brille bietet am längsten eine klare Sicht ohne zu beschlagen? Und wie genau stimmt das Bild auf der Verpackung mit dem zubereiteten Fertigge­richt über­ein? Ob Kartoffel­chips oder Fleck­entferner, aufsprüh­bare Strumpf­hosen oder Wetter­vorhersagen, Tintenkiller oder Tomatenketchup – 1.715 junge Leute im Alter zwischen 13 und 19 Jahren haben beim Wett­bewerb „Jugend testet“ alles untersucht, was sie interes­siert. Die besten Arbeiten hat die Stiftung Warentest am 15. Juni 2010 in Berlin prämiert.

In den beiden Wett­bewerbs­kategorien Produkttests und Dienst­leistungs­tests gab es sechs Haupt­preise im Gesamt­wert von 9.000 Euro zu gewinnen.

In der Wett­bewerbs­kategorie Produkttests geht der mit 2.000 Euro dotierte 1. Preis an zwei junge Schüle­rinnen aus Bayern. Sie wollten wissen, welches Pflaster das Beste ist. Dabei untersuchten sie nicht nur Kleb­kraft, Saug­fähig­keit und Kleberück­stände, sondern prüften auch die Atmungs­aktivität bzw. Luft­durch­lässig­keit mit einer einfachen, aber originellen Methode: Sie streuten Glitter auf die wattige Innenseite und hielten das Pflaster mit der Außenseite über die Düse eines Haartrock­ners. Nur zwei der geprüften Pflaster waren so luft­durch­lässig, dass der Glitter leicht weggepustet wurde.

Der mit 1.500 Euro dotierte 2. Preis in dieser Kategorie geht an zwei 15-jährige Gymnasiastinnen aus Baden-Württem­berg, die Fertigge­richte untersuchten. Sie prüften mit ihren 24 Probanden neben Aussehen, Konsistenz, Geruch und Geschmack der Gerichte auch, ob das zubereitete Endprodukt mit der Abbildung auf der Verpackung über­einstimmte.

Für ihren Test von Schwimm­brillen erhalten drei Schüle­rinnen aus Bremen den mit 1.000 Euro dotierten 3. Preis. Bei den Schwimm­brillen prüften sie die Sehschärfe über und unter Wasser, wie lange es dauert, bis Wasser in die Brille dringt und die Stoß- und Kratz­festig­keit. Große Unterschiede fanden sie bei der Schwimm­zeit, bis die Brillen beschlagen: manche bieten nicht mal eine Minute freie Sicht, andere dagegen fast eine Viertel­stunde.

In der Wett­bewerbs­kategorie Dienst­leistungs­tests geht der mit 2.000 Euro dotierte 1. Preis an eine Schülerin aus Nord­rhein-West­falen, die acht Online-Fotodienste auf Über­sicht­lich­keit der Home­page, Bestell­abwick­lung, Service, Qualität der Fotos und Versand­abwick­lung prüfte. Den 2. Preis und 1.500 Euro erhalten drei Schüler aus Berlin und Brandenburg für ihren Test von Free-Mail-Diensten. Dabei prüften sie unter anderem die Benutzerfreundlich­keit, die Dauer, bis eine gesendete Mail beim Empfänger ankommt und wie zuver­lässig die verwendeten Spam-Filter unerwünschte Werbemails aussortieren. Der 3. Preis in dieser Wett­bewerbs­kategorie geht an fünf Schüler des Goethe-Gymnasiums in Karls­ruhe (Baden-Württem­berg) für ihre umfang­reiche Unter­suchung von Instant Messenger Programmen. Bewertet haben die Jugend­lichen nicht nur den Umfang der persönlichen Daten, der für eine Registrierung abge­fragt wurde, sondern auch Benutzerfreundlich­keit, Chat­funk­tionen, Design und Beliebtheit der Instant Messenger.

Neben den sechs Haupt­preisen vergibt die Stiftung Warentest zahlreiche Anerkennungs­preise und Urkunden. Seit bestehen des Wett­bewerbs nahmen rund 28.000 Jugend­liche am Wettbewerb „Jugend testet“ teil. Die nächste Runde startet im September 2010.

Kontakt

Wenn Sie über die Stiftung Warentest berichten oder Expertinnen und Experten interviewen möchten, kontaktieren Sie das Kommunikations-Team.