Wett­bewerb „Jugend testet 2009“: Beste Nach­wuchs­tester prämiert

Welches Nach­hilf­einstitut hilft am besten, wenn man in der Schule nicht mehr mitkommt? Was unterscheidet ein gutes von einem schlechten Reisebüro? Bei welcher Online-Jugend­beratung wird mir tatsäch­lich geholfen? Und welcher Regenschirm über­steht auch den Test im Wind­kanal? Ob Schwanger­schafts­tests, Such­maschinen, Radier­gummi oder Haargel – beim Wett­bewerb Jugend testet haben 1.782 junge Leute im Alter zwischen 13 und 19 Jahren alles getestet, was sie interes­siert. Die besten Arbeiten hat die Stiftung Warentest am 16. Juni 2009 in Berlin prämiert.

In zwei Wett­bewerbs­kategorien gab es sechs Haupt­preise im Gesamt­wert von 9.000 Euro zu gewinnen – gleich drei davon gingen nach Nord­rhein-West­falen.

In der Wett­bewerbs­kategorie Dienst­leistungs­tests geht der mit 2.000 Euro dotierte 1. Preis an ein Team aus NRW. Die Schüler wollten wissen, welches Institut in ihrer Stadt den besten Nach­hilfe­unter­richt bietet. Sie verglichen beispiels­weise Gruppen­größen und Vertrags­bedingungen, nahmen aber auch mit einer eigens konstruierten Mathe-Aufgabe am Probeunter­richt teil, um die Kompetenz der Lehr­kräfte einzuschätzen.

Der mit 1.500 Euro dotierte 2. Preis in dieser Kategorie geht ebenfalls nach NRW. Zwei Schüle­rinnen aus Düssel­dorf untersuchten die Beratung in verschiedenen Reisebüros. Sie prüften neben Service und Freundlich­keit des Personals auch, wie gut ihre Reisewünsche umge­setzt wurden. Um die Vorschläge und Angebote der Reisebüros besser beur­teilen zu können, wählten sie Reiseziele aus, für die sie bereits durch voran­gegangene Aufenthalte Orts­kennt­nisse besaßen.

Der mit 1.000 Euro dotierte 3. Preis in dieser Kategorie geht an acht Schüler der Klasse 10c des Friedrich-Magnus-Schwerd-Gymnasiums in Speyer. Sie wollten wissen, ob Schüler, die ohne Pausenbrot in die Schule kommen, sich auch mit den am Schulkiosk angebotenen Esswaren und Getränken gesund und ausgewogen ernähren können.

In der Wett­bewerbs­kategorie Produkttests gewinnt ein Team aus Esslingen (Baden-Württem­berg) den mit 2.000 Euro dotierten 1. Preis für seinen Kaugummi-Test. Die Jugend­lichen prüften nicht nur Geschmack, Blasen­bildung und Dehn­barkeit der Kaugummis. Sie wollten auch wissen, wie beliebt verschiedene Kaugummis bei Jugend­lichen sind und welche gegen Mund­geruch helfen – was sie mit Hilfe von Knoblauch­brot testeten.

Den mit 1.500 Euro dotierten 2. Preis in dieser Kategorie erhalten vier 16-jährige Schüle­rinnen aus Bremen, die preis­werte Regenschirme nicht nur auf Wasser­dicht­heit und Hand­habung getestet haben. Im Wind­kanal ermittelten sie außerdem die Wind­geschwindig­keiten, denen die Regenschirme gerade noch standhalten konnten. Der 3. Preis geht an einen 14-Jährigen aus Düssel­dorf, der untersuchte, welcher Gebraucht­wagen für Fahr­anfänger am güns­tigsten ist – auch hinsicht­lich der Unter­halts­kosten.

Neben den sechs Haupt­preisen vergibt die Stiftung Warentest zahlreiche Anerkennungs­preise und Urkunden. Seit Bestehen des Wett­bewerbs nahmen über 26.000 Jugend­liche am Wett­bewerb „Jugend testet“ teil. Die nächste Runde startet im September 2009.