Waschmaschinen: Lange Waschdauer und lauwarme Temperaturen

Fast alle der elf Front- und drei Toplader im Test waschen gut. Unterschiede gibt es vor allem beim Preis und bei der Waschdauer. Einige Maschinen brauchen über drei Stunden für die 60-Grad-Wäsche. Dazu kommt: Kein Gerät hat im geprüften 60-Grad-Programm wirklich mit 60 Grad gewaschen. Viele brachten es nicht mal auf 50 Grad, so die Stiftung Warentest in der Januar-Ausgabe ihrer Zeitschrift test.

Grund für die zu niedrige Temperatur beim 60-Grad-Programm dürfte das Energielabel sein. Denn die Anbieter wollen ihre Modelle möglichst mit einem A+++ auszeichnen. Das schaffen sie mit einem Trick: Das Wasser wird nicht, wie angegebenen, auf 60 Grad geheizt. Das spart Strom. Damit die Wäsche trotzdem sauber wird, waschen die Maschinen umso länger. Kein Problem bei leicht verschmutzter Wäsche von gesunden Personen. Doch hygienisch rein wird Kleidung von Kranken so nicht, warnen die Experten der Stiftung Warentest.

Abgesehen vom Temperaturdefizit und den langen Waschzeiten ist das Ergebnis erfreulich. Spitzenreiter ist Miele mit dem Frontlader W 5821 WPS sowie dem Toplader W 627 F WPM. Die robusten Geräte haben allerdings einen stolzen Preis: über 1000 Euro. Günstiger und ähnlich „gut“ ist ein Siemens-Frontlader. Auch das preisgünstigste Modell im Test, Whirlpool AWO 6S545 für 350 Euro, hat mit „Gut“ abgeschnitten. Einziger Ausreißer: Candy EVO 1483DW überstand die Haltbarkeitsprüfung nicht, früh lief bei allen drei Testgeräten Wasser aus.

Der ausführliche Test Waschmaschinen erscheint in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift test (ab 28.12.2012 am Kiosk) und ist bereits unter www.test.de/waschmaschinen abrufbar.