28.05.2009

Vanille­eis: Von 22 Produkten sind 9 „mangelhaft“

Vanille ist rar im Lieblings­eis der Deutschen. Angaben auf den Eisverpackungen wie „Premium Vanille“ oder „Bourbon Vanille“ versprechen viel. Doch von den 22 Produkten Vanille­eis in Haus­halts­packungen, die die Stiftung Warentest jetzt getestet hat, enthielten 10 nur geringe Mengen und 8 sogar verfälschte Vanille; 2 Produkte waren mit synthetischem Vanillin aromatisiert. Entsprechend fielen die test-Qualitäts­urteile aus: nur einmal „gut“, 3-mal „befriedigend“, 9-mal „ausreichend“ und 9-mal „mangelhaft“.

Grund für die Spar­samkeit, so die Zeit­schrift test in ihrer Juni-Ausgabe, könnte der extrem schwankende Rohstoff­preis für Vanille sein. So gehen die Eishersteller auf Nummer sicher: sie verwenden Vanillin aus der Retorte – biosynthetisch aus Reis oder chemisch aus einer Lauge, die bei der Zell­stoff- und Papier­herstellung anfällt. Vanillin aus der Retorte wäre kein Problem, wenn die Hersteller dies deutlich kennt­lich machten – so wie Rewe/ja! und Botterbloom. Auf deren Eis­packungen steht „mit Vanille­geschmack“.

Im Test waren auch drei Bio-Eis-Varianten. Zwei der drei schnitten „mangelhaft“ ab, das dritte enthielt als einziges Produkt im Test Hygiene- und Verderb­niskeime. Die Warentester prüften neben der mikrobiologischen und der Aromaqualität auch die Verpackung und die Deklaration. Am wichtigsten war jedoch die sensorische Beur­teilung von Aussehen, Gefüge, Geschmack Konsistenz und Mund­gefühl. Testsieger wurde Haägen Dasz Vanilla, mit 11 Euro pro Liter war es das teuerste Eis im Test.

Der ausführ­liche Test findet sich in der Juni-Ausgabe der Zeit­schrift test und im Internet unter www.test.de.