Tagesgeldkonten Sechs Prozent gibt es nur mit Tricks

Sechs Prozent Zinsen aufs Tagesgeld, das klingt verlockend. Doch bei solchen Angeboten der Banken stehen im Kleingedruckten oft zahlreiche trickreiche Bedingungen, die den Ertrag am Ende mindern können. Davor warnt die Stiftung Warentest in der Zeitschrift Finanztest, die in der April-Ausgabe aktuelle Lockangebote genauer untersucht hat.

Das Tagesgeldkonto Gewinner-Depot der comdirect verspricht zum Beispiel sechs Prozent, aber nur für Neukunden, die zusätzlich ein Depot mit einem Wert von mindestens 3000 Euro eröffnen. Weitere Einschränkungen: Der Hochzins gilt nur für maximal 5000 Euro, und das auch nur ein halbes Jahr. Wer mehr anlegt, bekommt dafür nur noch magere 0,3 bis 0,5 Prozent.

Die Postbank hat gleich drei Produkte im Angebot, die bei genauer Betrachtung nicht das halten, was sie versprechen. Beim Postbank Quartals-Sparen erhalten Kunden bei ungünstigen Einzahlungsterminen nur 0,5 Prozent statt der beworbenen 4,25 Prozent. Die Konten „Börsensieger“ beziehungsweise „Dax Sparbuch“ bringen selbst bei explodierenden Börsenkursen nur durchschnittliche Renditen. In schlechten Börsenzeiten nicht mal das.

Dass es auch ohne Tricks gute Zinsen geben kann, beweist die Top20-Liste, die Finanztest jeden Monat im Heft und im Internet veröffentlicht. Dort bieten aktuell 13 Banken vier Prozent und mehr aufs Tagesgeld.

Der ausführliche Bericht findet sich in der April-Ausgabe von Finanztest oder im Internet unter www.test.de/zinsen.

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