Stiftung Warentest: Jahrespressekonferenz 2004 Stiftung Warentest stellt Jahresbericht vor

Zum ersten Mal wird die Stiftung Warentest in diesem Jahr das soziale und ökologische Verhalten von Unternehmen in ihre Untersuchungen einbeziehen. Der Vorstand der Stiftung, Dr. Werner Brinkmann, kündigte am Dienstag auf der Jahrespressekonferenz in Berlin an, dass die Verbraucherorganisation bei Tests von Outdoorjacken, Lachs und Waschmitteln u.a. untersuchen wird, wie ein Unternehmen mit seinen Beschäftigten umgeht, was es für den Umweltschutz tut und ob Mindestsozialstandards bei den Zulieferern überwacht werden.

„Die Beurteilungen sind dabei zusätzliche Informationen – sie sind nicht Teil des Qualitätsurteils für das Produkt“, sagte Brinkmann. Es solle nicht darum gehen, einzelne Unternehmen an den Pranger zu stellen. Die Stiftung wolle vielmehr die Transparenz auf diesem Gebiet erhöhen und aufzeigen, welche Firmen sich bereits in diesem Bereich engagieren.

Für den Herbst kündigte Brinkmann das Angebot von Online-Abonnements an. Die Nutzung des gesamten Online-Inhalts der Zeitschriften test und Finanztest, sämtlicher Online-Nachrichten und Infodokumente zum Download wird für ein Jahr 69 Euro kosten. Die Abonnenten von test oder Finanztest zahlen 29 Euro für dieses Angebot. Für Doppelabonnenten wird die Onlinenutzung dieser Inhalte in Zukunft kostenfrei sein.

Mehr als vervierfachen werde sich der Inhalt der Medikamentendatenbank www.Medikamente-im-Test.de. Neben den bereits angebotenen Beurteilungen und Beschreibungen der 1.500 Arzneimittel zur Selbstmedikation werden dann 5.000 weitere Medikamente bewertet, die vom Arzt verordnet werden.

Im Rückblick auf das vergangene Jahr ging der Vorstand auf den Jahresabschluss ein und legte dar, dass die Stiftung in einem schwierigen Umfeld an Umsatz verloren habe. Durch entsprechende Einsparungen sei es der Stiftung aber gelungen, zu einem noch befriedigenden Ergebnis zu kommen.

Die Umsatzerlöse seien von 43,1 Mio. Euro im Jahr 2002 auf 40,8 Mio. Euro in 2003 gesunken. Insgesamt habe die Stftung Erträge in Höhe von 50,9 Mio. Euro erzielt. Die Zuwendung der Stifterin sei mit 6,5 Mio. um 620.000 Euro höher gewesen als im Jahr zuvor. Das Gesamtergebnis liege bei 1,5 Mio. Euro und sei damit positiv. Die Zeitschrift test habe mit einer durchschnittlich verkauften Auflage von 605.000 Exemplaren im Monat rund 20.000 Hefte weniger verkauft als im Jahr davor.

Man habe den Rückgang der Abonnenten jedoch verlangsamen können und verzeichne eine positive Entwicklung im Einzelhandel. Die Zeitschrift Finanztest habe im Jahresdurchschnitt eine verkaufte Gesamtauflage von 307.000 Exemplaren im Monat gegenüber 320.000 im Jahr zuvor. Im Internet habe sich der Umsatz mit 1,1 Mio. Euro im Jahr 2003 gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt. Insgesamt rufen monatlich 2,2 Mio. Besucher 20 Mio. Seiten auf.

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