Stiftung Warentest: Geschätzt und gefürchtet: 40 Jahre im Dienst des Verbrauchers

Stiftung Warentest Pressemitteilung

Mit Tests von Nähmaschinen und Stabmixern fing alles an. Heute blickt die Stiftung Warentest auf 4.000 Warentests mit rund 72.000 geprüften Produkten und auf 1.200 Untersuchungen von Dienstleistungen zurück. Verbraucher verlassen sich auf die Testurteile und 83 Prozent haben laut einer Umfrage hohes bis sehr hohes Vertrauen in ihre Arbeit. Am 4. Dezember 1964 fiel der Startschuss für ein Warentestinstitut in Berlin, das laut Marktforschung inzwischen so bekannt ist wie der Bundeskanzler.

Die Idee des vergleichenden Warentests kommt ursprünglich aus den USA. Doch mit dem Wirtschaftswunder und der technischen Entwicklung wurden auch hier zu Lande das Marktangebot unübersichtlicher und die Geräte komplizierter. Die Verbraucher suchten nach objektiver Orientierung. Abhilfe sollte ein neutrales Warentestinstitut schaffen, und nach langen Verhandlungen wurde die Stiftung Warentest am 4. Dezember 1964 durch die Bundesregierung gegründet. Inzwischen kennen 96 Prozent aller Deutschen sie, und 83 Prozent haben ein hohes bis sehr hohes Vertrauen in ihre Arbeit.

Die Testarbeit und die Präsenz der Stiftung haben nicht nur für Verkaufsschlager oder Flops in den Regalen gesorgt, sondern auch dafür, dass sich die Qualität ganzer Produktgruppen verbessert hat. Inzwischen gibt es kaum etwas, das noch nicht getestet wurde. Waschmaschinen, Digitalkameras und Staubsauger sind die Klassiker unter den Testprodukten, aber auch Dienstleistungen wie Versicherungen oder die Geldanlageberatung der Banken. Astrologen, Detektive, der aufblasbare Schlitten oder die Enthaarungsstrumpfhose sind die exotischen Ausnahmen.

Sehr zufrieden zeigte sich Vorstand Dr. Werner Brinkmann anlässlich des Jubiläums mit dem Internetauftritt der Stiftung, der jeden Monat über zwei Millionen Besucher verzeichne. Für Nutzer gebe es jetzt gegen eine Gebühr ein Jahr lang unbegrenzten Zugang auf die Onlineinhalte. „Besonders stolz“ ist der Stiftungsvorstand auf die Datenbank www.medikamente-im-test.de, in der Informationen zu über 9.000 rezeptpflichtigen und rezeptfreien Medikamenten zu finden sind. Der Nutzer erfährt unter anderem etwas über die Wirksamkeit, über Nebenwirkungen und ob es preiswerte Alternativen zu einem Medikament gibt.

Die Stiftung Warentest hat ihren Sitz in Berlin, beschäftigt über 260 Mitarbeiter und gibt monatlich die Zeitschriften test (verkaufte Auflage: 590.000 Exemplare) und Finanztest (verkaufte Auflage: 295.000 Exemplare) heraus, außerdem eine Reihe von Ratgebern, Büchern und Sonderheften. Das Testen geschieht bei unabhängigen Instituten im In- und Ausland. Laut Satzung sind alle Publikationen anzeigenfrei. Als Ausgleich bezieht das Testinstitut eine jährliche Zuwendung vom Bundesverbraucherschutzministerium in Höhe von 6,5 Mio. Euro, die ca. 12 Prozent der Betriebsleistung ausmacht.

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