Stiftung Warentest Gefahr durch Lenkerbruch: Trekkingrad versagt im Test

Einzelne Trekking-Fahrräder vom Typ „Centurion Siena“ (Modell 2004) haben einen gefährlichen Sicherheitsmangel: Der Lenker kann abbrechen. Grund ist ein Produktionsfehler bei der Herstellung der so genannten Vorbauten, an denen der Lenker montiert ist. Centurion rät dringend, nicht mit den Trekkingrädern zu fahren. Käufer können die mangelhaften Teile beim Händler kostenlos austauschen lassen. Die Montage eines neuen Vorbaus dauert nur wenige Minuten. Der Mangel fiel während des Tests von Trekkingrädern auf, den die Stiftung Warentest in der Mai-Ausgabe ihrer Zeitschrift test veröffentlichen wird. Bei der Erprobung der Fahrräder im Prüfstand brach bei den „Centurion Siena“-Modellen nach der Simulation einer Fahrleistung von nur 1 500 bis 2 000 Kilometern der Vorbau. Im Straßenverkehr kann das zu lebensgefährlichen Stürzen führen.

Die Stiftung Warentest informierte sofort den Hersteller. Centurion stoppte den Verkauf potenziell betroffener Modelle und gab Untersuchungen in Auftrag. Ergebnis genau wie bei der Stiftung Warentest: Der Vorbau brach. Das in Taiwan hergestellte Bauteil ist Ursache für den schweren Sicherheitsmangel. Nach Angaben von Centurion wurden rund 100 Fahrräder mit dem fehlerhaften Teil ausgeliefert. Betroffen sind nur Fahrräder der aktuellen Modellreihen (Milano, Siena und Toscana), die seit Jahresbeginn verkauft wurden. Sie sind anhand von Farbe und Ausstattung zu erkennen. Weitere Informationen hält der Hersteller unter www.centurion.de bereit.

Schlimmer noch: Der taiwanesische Hersteller Hsin Lung, von dem der mangelhafte Vorbau stammte, beliefert auch andere Fahrrad-Hersteller. Ob auch diese fehlerhafte Teile erhielten, ist unklar. Centurion orderte den verstellbaren Vorbau unter den Typbezeichnungen „HL MTS-C397–2“ und „HL MTS-C397–5“. Nach Angaben von Centurion hatte Hsin Lung zugesichert, dass das Bauteil den Normen entspricht. Obwohl das Unternehmen über Prüfstände für die Qualitätskontrolle verfügt, sei der Fehler erst durch die Untersuchung der Stiftung Warentest entdeckt worden. Centurion will die eigenen Qualitätskontrollen jetzt drastisch verschärfen. Weitere Informationen dazu finden sich bei test.de.

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