Steck­dosen­leisten : 11 von 19 sind „mangelhaft“

Im Test von Steck­dosen­leisten mit und ohne Über­spannungs­schutz hat die Stiftung Warentest beunruhigende Sicher­heits­mängel aufgedeckt: Mehr als die Hälfte der Produkte hielt wichtige Grenz­werte der geltenden Sicher­heits­normen nicht ein.

Mehrere Produkte erhitzten sich beispiels­weise bei hohem Stromfluss stärker als erlaubt – zum Teil auf über 120 Grad Celsius. Gefahr droht bei starker Belastung, wenn solche Leisten zum Beispiel versehentlich abge­deckt werden. Unitec und das Produkt aus dem ETT-Versand hatten zudem Mängel beim Schutz vor Hitze und Feuer: Sie gingen bei der Berührung mit einem glühenden Draht in Flammen auf. Weitere Schwach­punkte waren auch einzelne Metall­bügel-Schutz­kontakte, die sich bei Belastung verbogen.

Von den vier geprüften Leisten mit Über­spannungs­schutz waren die beiden teuersten – Brennen­stuhl Secure-Tec Auto­matic (28 Euro) und Vario Linea Akustik plus (40 Euro) – nur „mangelhaft“. Die in der Brennen­stuhl-Leiste einge­baute Elektronik verabschiedete sich bei der Simulation eines Kurz­schlusses mit einer Stich­flamme. Beide Leisten erhitzten sich außerdem zu stark bei hohem Stromfluss.

Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet die „gute“ Steck­dosen­leiste APC Surge Protector Essential P5B-GR für 11,90 Euro mit Über­spannungs­schutz und integriertem 10-Ampere-Schutz­schalter.

Die Nutzer selbst können zur Sicherheit beitragen, indem sie die auf der Leiste aufgedruckte Belastungs­grenze einhalten und niemals mehrere Steck­dosen­leisten hinter­einander stöpseln. Sonst kann im Extremfall ein gefähr­licher Strom­unfall oder ein Wohnungs­brand die Folge sein.

Alle Ergeb­nisse gibt es in der Juli-Ausgabe der Zeit­schrift test oder im Internet unter www.test.de/steckdosenleisten.