Staubsauger Wattzahl unerheblich für Saugleistung

Wenn nach dem Saugen mehr als die Hälfte des Schmutzes noch auf dem Teppich liegt oder nur 20 Prozent des Staubs überhaupt aufgenommen wird, dann kann man das Putzen fast gleich sein lassen. Dass eine derart unbefriedigende Leistung überhaupt möglich ist, musste die Stiftung Warentest gerade bei ihrem aktuellen Test von Bodenstaubsaugern feststellen. Deshalb ist der Staubsauger von Panasonic (Modell MC-CG 467) „mangelhaft“, das Modell SC 7253 von Samsung nur „ausreichend“.

Für die aktuelle Ausgabe ihrer Zeitschrift test hat die Stiftung 19 Bodenstaubsauger geprüft, darunter preisgünstige zwischen 100 und 140 Euro, aber auch teure Sauger, die zwischen 200 und 440 Euro kosten. Insgesamt schnitten die teuren Staubsauger im Test etwas besser ab als die preisgünstigen, weil sie in der Regel robuster und haltbarer sind. Trotzdem fanden die Tester drei Modelle in der unteren Preiskategorie, die eindeutig „gut“ abschnitten: den Quelle/Privileg VS06PR32 für 120 Euro, den Siemens synchropower VS06G sowie das baugleiche Bosch-Modell BSG 61666, beide für rund 135 Euro.

Übrigens: Eine hohe Wattzahl auf dem Typenschild sagt nichts über die Saugleistung aus. Mehr Leistung bedeutet meist nur höhere Stromkosten. Sie garantiert aber keine bessere Staubaufnahme. Zum Beispiel verbrauchen der Fakir Prestige und der Hoover Sensory mit ihren 2300 Watt rund ein Drittel mehr Strom als sparsame Modelle, saugen dabei aber nur mittelmäßig. Entscheidend für eine gute Saugleistung ist die gekonnte Abstimmung von Motorleistung, Grundgerät, Saugrohr und Düsenkonstruktion, wie der Test zeigt.

Besonders wichtig für Menschen mit Hausstauballergie sind Sauger mit hochwirksamer Filterung. Welche Geräte das sind, steht in der April-Ausgabe der Zeitschrift test.

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