Sprach­reisen: Kaum „guter“ Eng­lisch­unter­richt

Eng­lisch­kennt­nisse sind im Berufs­leben gefragt. Wer sein Business-Eng­lisch verbessern will, kann eine Sprach­reise ins Ausland machen. Das Angebot ist groß, doch die Qualität durch­wachsen. Zu diesem Ergebnis kommt die Zeit­schrift Finanztest in ihrer aktuellen Ausgabe.

Die beste Reise im Test bot Dr. Steinfels Sprach­reisen. Als einziger Anbieter konnte er im wichtigsten Prüf­punkt, dem Sprach­unter­richt, mit einem „guten“ Ergebnis über­zeugen. Eine zweiwöchige Reise nach London kostet bei ihm 2.395 Euro. Neben dem Sprach­kurs wird die Unterbringung in einer Gast­familie mit Halb­pension vermittelt, die Kosten für An- und Abreise kommen noch hinzu. Allerdings hätte keiner der Tester je bei Dr. Steinfels gebucht, weil sie vorab am Telefon „mangelhaft“ beraten wurden.

Die restlichen sieben Veranstalter bekamen Punkt­abzüge für die Qualität ihrer Sprach­kurse. Finanztest vergab drei Mal die Note „Befriedigend“, vier Mal das Qualitäts­urteil „Ausreichend“. Der Grund: In den Business-Eng­lisch-Kursen spielte Berufliches oft nur eine Neben­rolle. Teil­weise fielen Themen aus Wirt­schaft und Arbeits­welt ganz und gar flach. Über­raschend positiv bewerteten die Tester dagegen die Qualität der Privat­unterkünfte. Nur mit Veranstalter Elsta machten sie schlechte Erfahrungen.

Neben Groß­britannien, Irland und Nord­amerika hat die Stiftung Warentest verdeckte Tester nach Malta geschickt. Trotz güns­tiger Preise ist die Mittel­meer­insel für fort­geschrittene Eng­lisch­schüler nicht zu empfehlen. Denn Eng­lisch ist dort nur Amts­sprache, im Alltag wird Maltesisch gesprochen.

Der ausführ­liche Test Sprachreisen findet sich in der März-Ausgabe von Finanztest oder im Internet unter www.test.de/sprachreisen.