Sprachassistenten und smarte Lautsprecher: Viel Komfort, wenig Datenschutz

Auf Zuruf Nachrichten und Wetterberichte vorlesen, Musik und Internetradio spielen, smarte Lampen ein- und ausschalten: Sprachassistenten wie Amazon Alexa oder Google Assistant machen vieles bequemer. Doch in einer Untersuchung der Stiftung Warentest zeigen alle geprüften Anbieter erhebliche Mängel beim Datenschutz.

Die Tester haben Assistenzsysteme von Amazon, Apple, Google, Microsoft und Sony geprüft – auf smarten Lautsprechern, Tablets und Smartphones. Klanglich überzeugen bei den Lautsprechern Echo und Echo Show von Amazon am meisten. Bei der Spracherkennung liegen Amazon und Google vorn. Siri von Apple hat hier noch Nachholbedarf. Kaum konkurrenzfähig wirkt Microsoft mit seinem Assistenten Cortana.

Beim Datenschutz zeigen alle fünf Anbieter Mängel. Zwar ergab eine Analyse des Datenstroms keine Hinweise, dass die Systeme dauerhaft heimlich mitlauschen. Doch wer Sprachassistenten regelmäßig nutzt, teilt deren Anbietern schon freiwillig sehr viel über sich mit. Was mit diesen Daten geschieht, ist für die Nutzer zu intransparent.

Die Datenschutzerklärungen enthalten bei allen fünf Anbietern sehr deutliche Mängel. Vieles darin ist unklar formuliert und mit deutschem Datenschutzrecht kaum vereinbar. Eine Befragung der Stiftung Warentest zum Umgang mit Nutzerdaten beantworteten Apple, Google und Sony überhaupt nicht, Microsoft und Amazon nur lückenhaft.

Der Test Sprachassistenten findet sich in der April-Ausgabe der Zeitschrift test und ist online unter www.test.de/sprachassistenten abrufbar.

test-Cover

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