29.07.2010

Sozial- und Umwelt­engagement von T-Shirt-Herstel­lern: Engagierte Unternehmen sind selten

Wenn ein T-Shirt im Laden regulär 3 Euro kostet – kann es dann fair und umwelt­freundlich produziert sein? Die Stiftung Warentest ging der Sache für die August-Ausgabe von „test“ auf den Grund. Sie schaute sich 20 Anbieter von Basis-T-Shirts aus einem Produkttest auch hinsicht­lich des Einsatzes für Umwelt und Beschäftigte und auch in Sachen Unter­nehmens­politik, Verbraucher­information und Trans­parenz genauer an. Das Ergebnis: Nur hess­natur zeigte sich stark engagiert.

Mexx, NKD und zero verweigerten die Auskunft, genau wie H&M – was erstaunt, zumal H&M seit Jahren an einem grünen Image feilt. Engagiert zeigten sich nur sechs Anbieter, der Rest lediglich in Ansätzen oder in bescheidenen Ansätzen. Oft können Fabrik­arbeiter ihre Lebens­kosten mit ihrem Lohn kaum decken, wie die Prüfung der Unterlagen und Gespräche vor Ort ergaben.

Bei C&A fiel positiv auf, dass sich beide indischen Fertigungs­stätten durch eine weit entwickelte Sozial- und Umwelt­politik auszeichnen. Anbieter Otto konnte dagegen nicht nach­weisen, dass sein T-Shirt tatsäch­lich aus Bio-Baumwolle besteht – und das, obwohl für jede Stufe vom Anbau bis zum Händler Zertifikate vorliegen müssten. Auch bei den Bio-Baumwoll-T-Shirts von armedangels, panda und trigema wissen die Tester nicht, ob beim Anbau Biokriterien einge­halten wurden.

Dafür konnten sie fest­stellen, dass Erns­ting’s family und Peek&Cloppenburg in Bangladesch in anständiger Weise produzieren lassen und neben den kargen Mindest­löhnen immerhin extra Boni zahlen.

Der ausführ­liche Test findet sich neben dem Test zur Qualität der T-Shirts in der August-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de