Sound­bars Kein echter Raum­klang

Die schi­cken, schmalen Laut­sprecherriegel, sogenannte Sound­bars, können eine hoch­wertige Stereo­anlage mit Standboxen oder gar ein Surround-System nicht ersetzen. Bei einem Test der Stiftung Warentest lieferte von 13 Sound­bars mit Preisen zwischen 144 und 750 Euro kein einziger über­zeugenden Raum­klang. Den Ton des Flach­bild­fernsehers verbesserten die horizontalen Boxenriegel aber dennoch.

Sogar klang­lich nur „ausreichende“ Sound­bars wie die recht preisgüns­tigen Modelle von Lenco, Sharp oder Reflexion können den Ton eines durch­schnitt­lichen Fernsehers aufpäppeln. Selbst für Sparfüchse ist der Reflexion AIO-240WS aber keine Empfehlung. Sein Standby-Strom­verbrauch ist viel zu hoch und so liegt er als einziges „mangelhaftes“ Gerät auf dem letzten Platz.

Neben dem riegelförmigen Sound­bar, der unauffäl­lig vor oder unter dem Fernseher platziert werden kann, wird meist noch ein würfelförmiger Subwoofer mitgeliefert, der für einen vollen Bass­klang sorgt. Nur bei zwei Modellen war der Bass­laut­sprecher in den Soundriegel einge­baut.

Die externe Bass­box einiger Modelle ist elegant via Funk angekoppelt. Bei den beiden Testsiegern mit der Note „Gut (2,3)“ wird zum Anschluss des Subwoofers ein Kabel benötigt: Pioneers HTP-SB510 für 485 Euro bietet mit separat zu kaufenden Zusatz­laut­sprechern als einziger voll­wertigen Heim­kinoklang, Yamahas YHT-S400 (500 Euro) legt den Schwer­punkt auf gute Musik­wieder­gabe mit harmo­nischem Klang­bild in Stereo.

Interes­sant sind Sound­bars immer dann, wenn die Laut­sprecher der Stereo­anlage nicht symmetrisch und nah beim Fernseher stehen. Viele haben auch ein einge­bautes Radio und Anschlüsse für weitere Zuspieler, so dass sie eine einfach Stereo­anlage ersetzen können.

Alle Infos zum Thema Sound­bars – und zu deren Anpassung an den Fernseher – gibt es in der September-Ausgabe der Zeit­schrift test und im Internet unter www.test.de/soundbars.

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