Sonnen­schutz­mittel: „Gute“ Sonnen­creme schon für 2,50 Euro zu haben

Heiße Infos für die Schwimm­badsaison liefert die Stiftung Warentest in ihrer neuesten Ausgabe von „test“: Von 21 Licht­schutz­mitteln mit Schutz­faktor 30 bekamen 10 die Note „Gut“, 5 davon sogar mit einer Eins vor dem Komma. Die Bestnoten gab es nur für Mittel, bei denen der Licht­schutz­faktor stimmte, das UVA/UVB-Verhältnis ausgewogen war, wenn die Haut gut mit Feuchtig­keit versorgt wurde und der Sonnen­schutz sich im Wasser nicht zu schnell auflöste.

Erfreulich: Es gibt „guten“ Schutz schon für 2,50 Euro pro 100 ml (Ross­mann/ Sun Ozon Sonnen Milch), man kann aber auch 24 Euro bezahlen (Lancaster Sun Care Hydrating Body Lotion). Zwei der teureren Parfümerie-Produkte konnten nicht über­zeugen: L'Oréal Solar Expertise Anti-Age Sonnen­pflege Collagen-Schutz und Vichy Capital Sol­eil Sonnen­schutz-Gel-Milch für 6,80 Euro bzw. 9 Euro/100 ml waren mit je einem „Mangelhaft“ wegen des nicht einge­haltenen Licht­schutz­faktors die Schluss­lichter im Test. Die Sonnenmilch von Annemarie Börlind Sun dagegen bekam Abzüge, weil der Licht­schutz­faktor 30 um mehr als 200 Prozent über­schritten wurde. Das muss nicht sein, befand test, „schließ­lich sollten Licht­schutz­filter mit Bedacht einge­setzt werden.“

Gerade für blasse Mittel­europäer mit empfindlicher Haut und Wasser­sportler, die den ganzen Tag draußen sind, empfiehlt test einen (wasser­festen) Sonnen­schutz mit hohem Schutz­faktor. Wer ohne Sonnenmilch nach 10 Minuten einen Sonnenbrand bekommt, kann, so die Faust­regel, mit Licht­schutz­faktor 30 etwa 30-mal länger in der Sonne bleiben. Trotzdem raten Haut­ärzte: nicht über­treiben und nach zwei Dritteln dieser Zeit in den Schatten wechseln. Und immer dick eincremen: Ein Erwachsener braucht für den ganzen Körper etwa drei Esslöffel Sonnenmilch.

Der Test und die große Tabelle mit 21 untersuchten Sonnen­schutz­mitteln finden sich in sich in der Juli-Ausgabe der Zeit­schrift test und unterwww.test.de/sonnenschutz.