Sicherheit und Umweltschutz auf Kreuzfahrtschiffen: Dicke Luft, aber sicher

Passagiere von Kreuzfahrten können sich an Bord sicher fühlen, müssen aber in Kauf nehmen, dass ihre Reise zu Lasten der Umwelt und der Arbeiter an Bord geht. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest nach einer Untersuchung von Kreuzfahrten, bei der sie die Sicherheit der Passagiere sowie die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter und den Umweltschutz getestet hat. Für die Januar-Ausgabe der Zeitschrift test blickten die Prüfer hinter die Urlaubskulisse von Aida, Costa, MSC und Tui Cruises.

Die vier großen Kreuzfahrtanbieter auf dem deutschen Markt und ihre Schiffe bieten ein hohes Sicherheitsniveau. Nach dem Unglück der Costa Concordia im Januar 2012 haben die Reedereien für ein verbessertes Notfallmanagement gesorgt, das die Tester überzeugt hat.

Sozial engagieren sich die Reedereien allerdings eher wenig. Sie orientieren sich z. B. an gesetzlichen Vorgaben der Staaten, unter deren Flagge sie fahren, etwa Malta. Die erlauben besonders für die unteren Lohngruppen ein hartes Pensum. Oft ackern die Angestellten zehn bis zwölf Stunden, manchmal länger, nicht selten für einen Lohn von 2,65 bis 4,40 Euro pro Stunde. Freie Tage gibt es meistens monatelang nicht.

Jede Kreuzfahrt belastet die Umwelt. Das größte Übel ist das Verbrennen von billigem Schweröl, mit dem die Schiffe überwiegend fahren. Dabei entstehen Schwefel- und Stickoxide, Kohlendioxid und Feinstaub. Die Reedereien leisten zu wenig, um solche Abgase zu vermeiden. Acht der zwölf getesteten Schiffe schneiden deshalb im Prüfpunkt Umweltschutz mangelhaft ab, darunter alle von MSC. Besser wäre es, auf Marine-Diesel oder Flüssig-Erdgas umzustellen, doch das würde Kreuzfahrten deutlich verteuern.

Der Test Sicherheit und Umweltschutz auf Kreuzfahrtschiffen findet sich in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift test und ist online unter www.test.de/kreuzfahrt abrufbar.

test-Cover

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