Schad­stoffe in Sexspielzeug: 5 von 18 stark belastet

Vibratoren, Liebeskugeln und Penisringe im Schadstoff-Check: Fünf Produkte im Test sind stark belastet und schneiden im Schad­stoff-Check nur mangelhaft ab. Darunter waren keineswegs nur Billigprodukte. Die Stiftung Warentest hat erst­mals Sexspielzeug von 6,80 bis 165 Euro auf Schad­stoffe untersucht und fand in den verschiedenen Materialien etliche kritische Substanzen. Doch es gab auch sehr gute und gute Sextoys im Test, die Frauen und Männer bedenkenlos ausprobieren können.

Das Sexspielzeug im Test besteht häufig aus Silikon und anderen Kunststoffen. Viele der geprüften Modelle kommen weit­gehend ohne kritische Stoffe aus, viermal heißt es sogar sehr gut. Doch bei fünf Produkten stimmte die Chemie nicht.

Die Tester fanden zum Beispiel den Weichmacher DEHP, der die Frucht­barkeit beein­trächtigen kann, Phenol, das im Verdacht steht, genetische Defekte zu verursachen sowie Nickel, das Allergien auslösen kann. Es konnten auch Poly­zyklische Aromatische Kohlen­wasser­stoffe nachgewiesen werden. Einige Vertreter dieser Schad­stoff­gruppe gelten als krebs­er­regend.

Sexspielzeug hat oft Schleimhaut­kontakt. „Diese Gewebe sind meist gut durch­blutet und können empfindlich sein. Schad­stoffe haben deshalb in Sextoys nichts zu suchen“, sagt die Projektleiterin Dr. Sara Wagner-Leifhelm. Obwohl Sexspielzeug engen Körperkontakt hat, existieren bislang keine Schad­stoff­grenzen speziell für Sexspielzeug.

Der Test Schad­stoffe in Sexspielzeug findet sich in der Februar-Ausgabe von test und ist online abruf­bar unter www.test.de/sextoys.

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