Riester für Geringverdiener Geringverdiener mit Kindern erhalten besonders hohe Zuschüsse

Geringverdiener mit Kindern erhalten besonders hohe staatliche Zuschüsse zur Riester-Rente. Schon mit einer monatlichen Einzahlung von 25 Euro kann sich ein Geringverdiener mit einem Kind, der mit 30 Jahren mit dem Sparen beginnt, 150 bis 180 Euro Zusatzrente im Monat sichern, berichtet die Stiftung Warentest in der aktuellen Ausgabe von Finanztest. Der Sparer erhält 154 Euro Grundzulage für sich und für sein Kind, so lange er Kindergeld erhält, weitere 185 Euro. Für Kinder ab dem Jahrgang 2008 gibt es sogar 300 Euro Förderung.

Der Mindesteigenbeitrag, mit dem Riester-Sparer ihren vollen Zulageanspruch ausschöpfen, beträgt ab diesem Jahr vier Prozent des Vorjahresbruttoeinkommens. Je höher der Zulagenanspruch individuell ist, desto geringer wird dieser Eigenbeitrag, denn die Zulagen werden von ihm abgezogen. Bei einem verheirateten Geringverdiener mit zwei vor 2008 geborenen Kindern, der im Vorjahr 15.000 Euro verdiente, übernimmt der Staat beispielsweise mehr als 90 Prozent des Mindestsparbeitrags.

Sind die Einkünfte eines Rentners später dennoch zu gering, um die täglichen Lebenshaltungskosten zu decken, kann er die so genannte Grundsicherung beantragen. Die Grundsicherung ist eine soziale Leistung des Staates zur Deckung des Existenzminimums ab 65 Jahren. Jüngere ab 18 Jahren können nur Grundsicherungsleistungen beziehen, wenn sie voll erwerbsgemindert sind. Obwohl eine Riester-Rente wie jedes Einkommen bei der Ermittlung des Grundssicherungsbedarfs berücksichtigt wird, sollte das niemanden vom Sparen abhalten. Auf eigenen finanziellen Beinen steht es sich am sichersten. Und ob der Staat arme Rentner auch in Zukunft so versorgen wird wie heute, weiß keiner.

Der ausführliche Bericht findet sich in der März-Ausgabe von Finanztest oder im Internet unter www.test.de.

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