Riester-Produkte Zulage jetzt beantragen

Riester-Verträge sind so attraktiv, weil jeder mit einer Zulage vom Staat und mit Steuer­vorteilen bezu­schusst wird. Die Zulage gibt es aber nur, wenn der Kunde sie extra beantragt. Bisher hat fast jeder dritte Riester-Sparer noch keinen Antrag auf seine Zulage für das Jahr 2007 gestellt. Das sollten sie unbe­dingt bis zum 31. Dezember 2009 tun. Auch wenn die Abschluss­kosten hoch sind, lohnt es sich nach Ansicht der Stiftung Warentest für die meisten Menschen, einen Riester-Spar­vertrag abzu­schließen.

Denn zum einen wird die gesetzliche Rente allein im Alter nicht alleine ausreichen, private Vorsorge ist also notwendig. Zum anderen kosten auch alle anderen Formen der Alters­vorsorge – bei Riester-Verträgen zahlt der Staat jedoch dazu. Die Grund­zulage für den Riester-Sparer beträgt 154 Euro im Jahr, wenn er mindestens 4 Prozent seines Brutto­jahres­einkommens einzahlt. Pro Kind, für das Anspruch auf Kinder­geld besteht, kommen noch einmal 185 Euro hinzu. Für Kinder, die ab 1. Januar 2008 geboren sind, gibt es sogar 300 Euro jähr­lich vom Staat. Außerdem erhalten Sparer über ihre Steuererklärung Steuern auf den gesamten Betrag inklusive Zulagen zurück. Auf www.test.de ist nun ausführ­lich aufgelistet, für wen sich welcher Riester-Vertrag lohnt.

Die klassische Riester-Renten­versicherung eignet sich vor allem für 40– bis 50-Jährige, die sich nicht aktiv um ihre Alters­vorsorge kümmern möchten und die sich sicher sind, die einmal vereinbarten Raten auch über die gesamte Lauf­zeit des Vertrages leisten zu können. Dafür bekommen sie auch schon beim Abschluss eine Mindest­rente garan­tiert.

Ein Riester-Bank­sparplan eignet sich vor allem für über 40– und auch noch über 50-Jährige, aber auch für jüngere Kunden, die ihr Riester-Konto zwischen­durch für eine Immobilien­finanzierung beleihen wollen. Beim Riester-Bank­sparplan stellen die Anbieter keine Abschluss­kosten oder Provisionen in Rechnung.

Für jüngere Verbraucher bis etwa 45 Jahre eignen sich Riester-Fonds­produkte. Sie können sich die hohen Rendite­chancen der Aktienfonds zunutze machen. Dabei sind fonds­gebundene Riester-Renten­versicherungen in der Regel teurer als Riester-Fonds­sparpläne. Dafür bieten einige Versicherungen allerdings eine breite Fonds­auswahl.

Fonds­gebundene Riester-Renten­versicherungen sind vor allem für jüngere Kunden bis Anfang 40 geeignet. Der Vorteil: sie bieten hohe Rendite­chancen, der Nachteil: die Kosten sind bei Versicherungs­unternehmen sehr hoch.

Wohn-Riester gibt es als Angebote der Bausparkassen und als Riester-Darlehen von Banken. Zur Finanzierung einer selbst­genutzten Immobilie ist die Riester-Förderung ideal. Für alle anderen sind andere Riester-Produkte besser geeignet.

Der ausführ­liche Artikel mit Testergebnissen zu den einzelnen Riester-Sparformen findet sich auf www.test.de/riester.

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