Rentenversicherung mit Fonds: Bequem, aber oft zu teuer

Wer ohne Aufwand fürs Alter sparen will, kann zu Fondspolicen mit ETF greifen. Doch die Kosten sind meist hoch, wie die Zeitschrift Finanztest für ihre Dezember-Ausgabe festgestellt hat. Im Test waren 33 Tarife fondsgebundener Rentenversicherungen für eine 37-jährige Modellkundin.

Geprüft haben die Finanzexperten, welche Fonds die Versicherer anbieten, wie viel Rente sie pro 10.000 Euro angespartem Vermögen mindestens zahlen, wie hoch die Kosten sind und wie transparent und flexibel der Vertrag ist. Das Hauptproblem sind meist zu hohe Versicherungskosten und die damit verbundene Renditeminderung. Bei einer Laufzeit von 30 Jahren können sich diese Kosten auf Zehntausende Euro summieren. Sie schmälern das angesparte Vermögen. Nur drei der 33 Policen im Test erhielten daher das Qualitätsurteil Gut.

Die Sicherheit dieser Fondspolicen ist nicht mit einer gewöhnlichen privaten Rentenversicherung vergleichbar. Eine Garantie für die eingezahlten Beiträge gibt es nicht, dafür sind die Renditechancen höher. Für Sparer, die das Anlagerisiko eingehen wollen, empfiehlt Finanztest für die langfristige Geldanlage Aktien-ETF, auch als Indexfonds bezeichnet. Fast alle Tarife bieten auch Aktien-ETF zum Besparen an.

Wer mit Fonds für später sparen will, ist aber nicht auf Fondspolicen von Versicherungen angewiesen. Flexibler und günstiger sind Fondssparpläne bei (Online-)Banken.

Der Test Rentenversicherungen mit Fonds findet sich in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und online unter www.test.de/rentenversicherung-fondsgebunden.

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