Rentenfonds Euro Manager haben in riskante Papiere gesetzt – und viel verloren

Manager von Rentenfonds – die eine sichere Geld­anlage sein sollen – haben nicht nur sichere, sondern auch riskante Papiere gekauft, ohne dass die Anleger etwas davon gewusst haben. Das Ergebnis: fast alle Fonds haben schlechter abge­schnitten als der Markt, viele liegen weit im Minus. In der Spitze haben Anleger sogar weit über 20 Prozent verloren, wie die Zeit­schrift Finanztest für ihre April-Ausgabe ermittelte.

Böse über­rascht hat die Anleger das schlechte Abschneiden von Fonds, die sich in der Vergangenheit immer als solide präsentierten – wie zum Beispiel der über 40 Jahre alte Traditions­fonds DWS Inrenta. Hier haben die Manager auch in ABS-Papiere und Genuss­scheine investiert, deren Handel mit der US-Immobilienkrise zusammen­gebrochen ist. Doch die DWS ist nicht die einzige Fonds­gesell­schaft, die im Zuge der Krise Entscheidungen getroffen hat, die den Anlegern zeit­weise oder dauer­haft Verluste bescheren. Die Kunden über die riskanten Anla­gestrategien informiert haben allerdings die wenigsten und so auf deren Kosten gezockt.

Die Verbraucherschützer raten, die Qualität der eigenen Rentenfonds anhand der Finanztest-Bewertung zu über­prüfen. Hat der Fonds im vergangenen Jahr Verlust gemacht, sollte man ihn aber nicht in jedem Fall abstoßen, denn in einigen Fällen können die Verluste in den kommenden Monaten und Jahren wieder aufgeholt werden. Entscheidend ist die Anla­gestrategie. Wem die nicht zusagt, sollte lieber jetzt als später verkaufen.

Der ausführ­liche Test findet sich in der April-Ausgabe der Zeit­schrift Finanztest und im Internet unter www.test.de.

Kontakt

Wenn Sie über die Stiftung Warentest berichten oder Expertinnen und Experten interviewen möchten, kontaktieren Sie das Kommunikations-Team.