Rechts­schutz­versicherungen Kaum Schutz für Anleger – nur wenige sind „gut“

Durch­wachsenes Ergebnis im Test von Rechts­schutz­versicherungen: Kein einziger Anbieter hat „sehr gute“ Bedingungen. Nur acht von insgesamt 46 untersuchten Versicherungs­angeboten bekamen ein „Gut“, der Rest ist Mittel­maß. Das schreibt die Stiftung Warentest in ihrer August-Ausgabe von Finanztest.

Selbst von den Großen der Rechts­schutz­branche haben nur Roland und DAS Tarife im Angebot, die mit „gut“ bewertet wurden. Alle anderen großen Anbieter wie Advocard, Allianz oder Arag bieten nur „befriedigende“ Bedingungen.

Im Vergleich zum letzten Test von Rechts­schutz­versicherungen im Jahr 2006 haben die Anbieter ihre Preise deutlich um rund ein Viertel erhöht, der Umfang der Leistungen hat sich jedoch kaum verändert.

Einen Rund­umschutz gibt es ohnehin nicht. Die meisten Versicherer bieten keinen Schutz im Streit um Geld­anlagen, auch Kosten von Scheidungs- und Unter­halts­prozessen über­nimmt fast niemand. In den Bereichen Verkehr und Mietrecht gelten oft Einschränkungen, lediglich im Arbeits­recht gibt es kaum Lücken.

Finanztest empfiehlt, vor Abschluss einer Versicherung den tatsäch­lichen Bedarf zu prüfen. Einzel­policen sind meist billiger als Komplett­pakete. Auch durch einen Selbst­behalt von 150 Euro im Schadens­fall sparen Kunden oft fast 100 Euro pro Jahr.

Der ausführ­liche Test findet sich in der August-Ausgabe der Zeit­schrift Finanztest und unter www.test.de/rechtsschutz.

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