Rechtsschutzversicherung Das Rundum-Sorglos-Paket ist nicht immer das sinnvollste

Wenn sich ein kleiner Ärger zu einem handfesten Rechtsstreit auswächst, hilft eine Rechtsschutzversicherung, die nötige Gelassenheit zu bewahren. Doch die Preise für die Policen sind deutlich gestiegen, und die Anbieter zahlen noch lange nicht bei jedem Rechtsproblem. Finanztest hat 31 Versicherungen geprüft. Das Fazit: Das teure Rundum-Sorglos-Paket ist nicht immer das sinnvollste.

Auf die richtige Auswahl kommt es an. Für die meisten reicht ein Verkehrsrechtsschutz aus, der beim Bußgeldstreit und bei Unfällen hilft. Günstig und umfassend gibt es ihn bei der DEVK und der HUK24 ab 59 Euro pro Jahr und einem Selbstbehalt von 150 Euro. Mitarbeiter in Krisenbranchen sind mit einer Arbeitsrechtsschutzversicherung gut beraten, denn vor dem Arbeitsgericht trägt ansonsten jeder seine Kosten selbst. Separate Policen für Wohnungseigentümer sind teuer. Finanztest rät, lieber einen günstigen Zusatz zum Privatrechtsschutz abzuschließen. Günstig ist häufig die WGV. Spezialpolicen bieten sich für Rentner und Alleinerziehende an.

Wer eine günstige Versicherung sucht, schaut natürlich zuerst auf den Preis. Zusätzlich können eine hohe Selbstbeteiligung und Schadensfreiheitsrabatte die Kosten mindern. Bei Advocard, Badische, Örag und Rechtschutz Union sinkt beispielsweise die Selbstbeteiligung, wenn Versicherte den Schutz einige Zeit nicht in Anspruch nehmen. Bei Advocard kann sogar die Police billiger werden. Günstiger fährt auch, wer den Preis der Police nicht quartalsweise, sondern jährlich begleicht. Das kann bis zu acht Prozent einsparen. Wer sicher ist, dass er seinem Anbieter treu bleibt, kann mit langen Vertragsbindungen bares Geld sparen. Bei der Allianz senkt ein Fünfjahresvertrag den Preis um fünf Prozent, bei der R+V sind es sogar zehn.

Außerdem im Heft: welche Rechtsschutzversicherung wirklich Anwalts Liebling ist.

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