Räucherlachs Für 14,80 Euro „mangelhaft“, für 1,40 Euro „gut“

Von 18 Räucherlachs-Produkten schnitt ausgerechnet die lose Ware von der Frische­theke am schlechtesten ab: der mit 14,80 Euro pro 100 Gramm einge­kaufte irische Wildlachs aus dem KaDeWe entpuppte sich als Zucht­fisch und war verdorben. Das test-Qualitäts­urteil: „mangelhaft“. Für die Januar-Ausgabe ihrer Zeit­schrift test hat die Stiftung Warentest Räucherlachs, davon14 Produkte Zucht­lachs, 4 aus ökologischer Aquakultur und 4-mal Wildlachs, darunter einmal lose Ware, getestet.

Mit zwei Zucht­lachs-Produkten liegt Friedrichs vorn: 100 Gramm „guter“ Räucherlachs aus konventioneller Zucht kosten 4,00 Euro, aus ökologischer Aquakultur 5,30 Euro. Sensorisch am besten und aus Ökozucht ist der „gute“ bio-verde (Natur­land) Nordadlantiklachs für 5,50 Euro. Auch „gut“, aber deutlich güns­tiger ist der Farmlachs von Lidl und Aldi (Süd) für je 1,40 Euro.

Dass wilder Lachs gezüchtetem über­legen ist, belegt der Test nicht. Der beste Wildlachs schneidet im Test nur „befriedigend“ ab. Er kommt von Stührk und kostet 3,80 Euro pro 100 Gramm.

Minus­punkte gaben die Tester für blaue Impf­flecken, Hautreste, Gräten, unde­finier­bare braune Flecken oder Scheiben, die beim Entnehmen zerreißen. Für einen leicht bitteren und leicht brennenden Nachgeschmack gab es ebenso Punkt­abzüge wie für eine erhöhte Keimzahl, die ein Zeichen von schlechter Kühlung oder mangelnder Hygiene sein kann. Insgesamt war das Ergebnis aber deutlich besser als vor acht Jahren. Damals waren 10 von 22 Produkten verdorben.

Der ausführ­liche Test Räucherlachs findet sich in der Januar-Ausgabe der Zeit­schrift test und unter www.test.de/lachs.

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