Private Renten­versicherung Nur zwei „sehr gute“ Angebote

Bei einem Test von 47 klassischen privaten Renten­versicherungen erreichten bei den Frauen und den Männern jeweils nur die Angebote von Asstel und Debeka ein „sehr gutes“ Qualitäts­urteil. „Gut“ waren acht Tarife bei den Frauen und sieben bei den Männern. Zu diesem Ergebnis kommt die Zeit­schrift Finanztest in ihrer Dezember-Ausgabe.

Im Modell­fall von Finanztest zahlen 37-jährige Frauen 30 Jahre lang 1200 Euro jähr­lich ein. Dafür werden ihnen im besten Fall ab 67 Jahren lebens­lang 189 Euro an garan­tierter Rente im Monat zugesagt, im schlechtesten Fall sind es 164 Euro. Dazu können Über­schuss­beteiligungen kommen, die aber nicht garan­tiert sind. Gleich­altrige Männer erhalten wegen ihrer kürzeren Lebens­erwartung mehr. Hier reicht die Spanne von 179 Euro bis 206 Euro. Schon nach vier Jahren summieren sich solche Unterschiede auf über 1000 Euro.

Als Ergän­zung zur Alters­vorsorge ist eine „sehr gute“ oder „gute“ private Renten­versicherung eine Über­legung wert, sofern ein Sparer die Riester-Förderung nicht bekommt oder ihm das noch nicht reicht. Außerdem ist die private Renten­versicherung in dr Auszahlung etwas flexibler als eine Rürup- oder Riester-Rente. Der Kunde kann bei der Auszahlung sein ganzes Geld bei Renten­beginn auf einen Schlag entnehmen, wenn ihm das plötzlich lieber ist. Bei einer Rürup-Rente geht das nicht, bei einer Riester-Rente sind nur 30 Prozent vorzeitig verfügbar.

Der ausführ­liche Test von privaten Renten­versicherungen findet sich in der Dezember-Ausgabe der Zeit­schrift Finanztest und unter www.test.de/rentenversicherung.

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