Pflege­kosten Kosten für Pflege und Haus­halts­hilfe bringen Steuer­abzug

Ausgaben für die Hilfe im Haushalt, die Pflege und Betreuung gehören mit auf die Abrechnung beim Finanz­amt. Viele Steuer­pflichtige verschenken hier Steuererstattungen. Nicht nur Pflegebedürftige selbst können ihre Kosten beim Finanz­amt geltend machen, auch nahe Angehörige, wenn sie die Ausgaben über­nehmen. Finanztest zeigt in der aktuellen April-Ausgabe, welche Kosten das Finanz­amt anerkennen muss.

Jetzt können Steuer­pflichtige leichter ihre Kosten für Pflege und Betreuung in ihrem Haushalt steuerlich geltend machen. Zusammen mit allen anderen Rechnungen für haus­halts­nahe Dienste zählen 20 Prozent der Kosten. Maximal 4000 Euro im Jahr zieht das Finanz­amt direkt von der fälligen Einkommensteuer ab. Dafür ist keine Pfle­gestufe oder ärzt­liche Versorgung Bedingung. Wichtig ist nur, dass die Helfer nicht bar, sondern per Über­weisung bezahlt wurden. Für Minijobber im Haushalt läuft das problemlos über die Minijobzentrale in Essen.

Mit hohen Pflege­kosten ist jedoch eine andere Lösung güns­tiger. Die Kosten für die Pflege bringen zusammen mit denen für Arzneien, Hilfs­mittel, Physio­therapie oder Praxis­gebühr als außergewöhnliche Belastungen häufig mehr. Dann zieht das Finanz­amt zwar einen zumut­baren Eigen­anteil ab. Doch unterm Strich ist die Steuerersparnis häufig größer.

Dafür will das Finanz­amt neben den Kostenbelegen allerdings auch Nach­weise, dass die Kosten medizi­nisch notwendig sind. Eine ärzt­liche Verordnung genügt. Für die Pflege­kosten verlangt es zumindest die Pfle­gestufe I, für Heimbe­wohner die Pfle­gestufe 0.

Kann dafür der Pflegebedürftige selbst nicht aufkommen, dürfen der Ehepartner oder die Kinder ihren Kosten­anteil in ihrer Steuererklärung abrechnen.

Alternativ gibt es für die persönliche und unentgeltliche Pflege eines nahen Angehörigen mit Pfle­gestufe III den Pflegepausch­betrag von 924 Euro im Jahr. Den Pausch­betrag gewährt das Finanz­amt ohne Kosten­nach­weis und Abzug einer zumut­baren Belastung.

Der ausführ­liche Artikel Pflege­kosten ist in der April-Ausgabe der Zeit­schrift Finanztest und online unter www.test.de veröffent­licht.

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