27.06.2013

Musikstreaming-Dienste: Umgang mit Nutzerdaten problematisch

Die meisten Musikstreaming-Dienste schneiden bei der Tonqualität mit „Sehr gut“ ab. Allerdings geht kein Anbieter angemessen mit den Nutzerdaten um. Die Smartphone-App von „Deezer“ versendet sogar den Benutzernamen und das Passwort unverschlüsselt. Die Stiftung Warentest hat für die Juli-Ausgabe der Zeitschrift test die Premiumangebote von neun deutschsprachigen Musikstreaming-Diensten geprüft. Neben der Hörqualität und dem Musikrepertoire lag das Augenmerk vor allem auf der Benutzerfreundlichkeit und dem Datenschutz.

Musikstreaming benötigt keinen Speicherplatz, die Titel werden direkt über das Internet geladen. Für den Zugriff auf zirka 20 Millionen Songs ist daher in der Regel eine permanente Internetverbindung erforderlich. Wer Musikstreaming-Dienste mit dem Smartphone nutzen möchte, muss neben Schwächen in der Handhabung auch Probleme im Datenschutz in Kauf nehmen: Sieben Android-Apps versenden überflüssige Nutzerdaten.

Mängel enthält auch das Kleingedruckte: Mehr als 40 unwirksame Klauseln stehen in den AGBs von „Rdio“. Bei einigen Anbietern geht die kostenlose Testphase automatisch in einen kostenpflichtigen Vertrag über, sofern Nutzer nicht rechtzeitig kündigen.

Der ausführliche Test Musikstreaming-Dienste erscheint in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift test (ab 28.06.2013 am Kiosk) und ist bereits unter www.test.de/thema/musikdownload abrufbar.

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