Musik- und Video­spieler Schad­stoffe in Kopf­hörern

Rund zwei Millionen Musik- und Video­spieler gehen jedes Jahr in Deutsch­land über die Laden­theken. 18 Modelle hat die Stiftung Warentest jetzt untersucht. Das Ergebnis: Schad­stoffe im Kopf­hörer, fehlender Schutz vor Gehörschäden, umständliche Hand­habung oder einfach nur schlechte Ton- oder Bild­qualität – keines der 18 geprüften Modelle konnte die Tester der Stiftung Warentest rundum über­zeugen. Bestes Gerät im Test: Der knapp „gute“ Philips GoGear Muse.

Wer unterwegs Musik hören will, ist mit einem kleinen, leichten Musikspieler ohne Display gut bedient. Sie sind mit 25 bis 70 Euro recht preisgünstig. Mit „befriedigendem“ Qualitäts­urteil lagen im Test der Apple iPod shuffle und der Philips GoGear vorn. Allerdings kann die Musik bei den reinen Musikplayern nur in der vorgegebenen oder in zufäl­liger Reihen­folge abge­spielt werden, weil die Navigation ohne Display sehr mühsam ist. Wer gezielt navigieren will, bestimmte Titel suchen oder Ordner durch­forsten, braucht ein Display und greift deshalb besser zu den größeren Geräten – zu den Musik- und Video­spielern. Am besten schnitt der knapp „gute“ Philips GoGear Muse für 144 Euro ab. Die Player Samsung YP-R1, Sony NWZ-A845 und Apple iPod nano liegen dicht dahinter, hier reichte es aber nur für ein „Befriedigend“.

In den Kopf­hörern der Spieler von Archos, Intenso, Odys und Teac haben die Tester erhöhte Phthalat-Werte gefunden, ein Weichmacher, der die Fort­pflan­zungs­fähig­keit beein­trächtigen und die Leber schädigen kann. Hier müssen die Hersteller handeln. Denn es geht auch ohne diese Schad­stoffe, wie die anderen Geräte im Test zeigen.

Der ausführ­liche Test ist in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift test und im Internet unter www.test.de/multimediaspieler veröffent­licht.

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