Mittel gegen Altersbeschwerden Therapeutische Wirksamkeit vieler Produkte nicht erwiesen

Bei vielen Mitteln gegen Altersbeschwerden ist der therapeutische Nutzen fraglich. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in der Novemberausgabe der Zeitschrift test, für die sie eine Reihe von Geriatrika auf ihre Wirksamkeit überprüft hat.

Eine breite Produktpalette solcher, meist rezeptfreier Mittel soll der Vor- und Nachsorge dienen und Hirn, Herz und Kreislauf in Schwung bringen. Doch die Wirksamkeit vieler Präparate ist oft unzureichend oder wissenschaftlich gar nicht erwiesen. Außerdem können auch klassische Geriatrika ungeahnte Nebenwirkungen haben oder gefährliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auslösen.

Zum Beispiel enthalten ginsenghaltige Mittel, die als Leistungsverstärker eingesetzt werden, häufig Alkohol. Das kann die Wirkung vieler anderer Arzneimittel, zum Beispiel von Schmerzmitteln, verstärken. Auch die Wirksamkeit von Fischöl gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist wissenschaftlich nicht erwiesen. Möglicherweise werden Herzrhythmusstörungen durch Fischöl eher gefördert als verhindert. Außerdem kann das Öl gerinnungshemmend wirken, so dass Wunden länger bluten oder sogar innere Blutungen entstehen.

Mehr zu Mitteln gegen Altersbeschwerden und ihre möglichen Wirkungen ist zu lesen in der Novemberausgabe von test sowie im Internet unter www.test.de. Die Angaben zu Medikamenten werden unter www.medikamente-im-test.de ständig aktualisiert. Außerdem gibt es weitere Berichte und Tabellen im Handbuch Medikamente und im Handbuch Selbstmedikation der Stiftung Warentest.

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