Mineralwasser: Nur jedes dritte Mineralwasser ist gut

Nur 11 der 30 Medium-Wässer im Test schneiden gut ab. Die Prüfer der Stiftung Warentest fanden unerwünschte Spuren aus Landwirtschaft, Industrie und Haushaltsabwasser sowie Fehler im Geschmack, meist hervorgerufen durch die Kunststoffflaschen, in die das Wasser abgefüllt wird. Beim Schlusslicht im Test Mineralwasser beanstandeten die Tester den vergleichsweise hohen Gehalt an Chrom (VI).

Zwei Handels- und zwei Traditionsmarken belegen die ersten Plätze im Test von natürlichem Mineralwasser mit mittlerem Kohlesäuregehalt. Sie kosten zwischen 13 und 54 Cent pro Liter. Die beiden Markenwässer sind zwar teurer, aber sie gehören geschmacklich zu den besten und bieten außerdem reichlich Kalzium- und Magnesiumgehalte. Auch gut, geschmacklich aber meist weniger überzeugend sind sieben weitere Wässer, die mit einer Ausnahme 13 Cent je Liter kosten.

18 von 30 Wässern sind befriedigend, und eins ist ausreichend, weil es mit 0,5 Mikrogramm je Liter vergleichsweise viel krebserregendes Chrom (VI) enthält. Der Leitwert für Trinkwasser beträgt 0,3 Mikrogramm pro Liter. Dennoch ist selbst bei einer dauerhaften Aufnahme des Wassers das Gesundheitsrisiko eher gering. In fünf Wässern fanden die Tester Spuren von Süßstoffen, Pestizidabbauprodukten und einem Korrosionsschutzmittel. Die Gehalte sind aber gesundheitlich unbedenklich. „Die Bezeichnung ,natürliches Mineralwasser‘ stellen sie aber infrage“, sagt Ina Bockholt von der Stiftung Warentest.

Auch das Flaschenmaterial sorgt für Probleme. Viele Wässer schmecken nach Acetaldehyd, das bei der Herstellung von Kunststoff entsteht und von den Flaschen ins Wasser übergehen kann. Schon kleinste Mengen führen zu Geschmacksveränderungen.

Der ausführliche Test Mineralwasser erscheint in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift test (ab 29.06.2017 am Kiosk) und ist bereits unter www.test.de/mineralwasser abrufbar.

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