Minderjährige Flüchtlinge Wie Privatpersonen Vormund werden können

Wenn minderjährige Flüchtlinge ohne Eltern nach Deutschland kommen, brauchen sie einen Vormund. Das kann neben dem Jugendamt auch eine Privatperson sein. Welche Voraussetzungen diese Person erfüllen muss und mit welchen Aufgaben eine ehrenamtliche Vormundschaft verbunden ist, beschreiben die Rechtsexperten der Stiftung Warentest in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und auf www.test.de.

Ein Vormund ist der rechtliche Vertreter eines unbegleiteten Minderjährigen bis zu seiner Volljährigkeit. Er übernimmt die elterliche Sorge, wobei der Jugendliche weiterhin in einer vom Jugendamt zugewiesenen Einrichtung wohnt. Der Vormund hilft bei gesundheitlichen Problemen, ist Ansprechpartner für Schule oder Ausbildungsbetrieb, hilft bei Ämtergängen und kümmert sich um den rechtlichen Aufenthaltsstatus. Die Jugendlichen profitieren von einer individuellen Betreuung, denn bei den Jugendämtern ist ein Amtsvormund für bis zu 50 unbegleitete Flüchtlinge zuständig. Aber auch für den Vormund kann das Ehrenamt befriedigend sein. Er erfährt viel über die Hintergründe für Flucht und Migration und kann andere unterstützen.

Ab Volljährigkeit kann jeder Vormund werden. Verlangt wird ein erweitertes Führungszeugnis ohne Eintragungen. Manche Jugendämter fordern auch ein Gesundheitsattest oder prüfen die persönliche Eignung und die materiellen Verhältnisse. In allen Bundesländern gibt es Flüchtlingsräte, die Ansprechpartner für Einzelvormundschaften nennen können. Dort erfährt man auch, welche Schulungsprogramme für die angehenden Vormunde angeboten werden.

Der ausführliche Artikel erscheint in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest (ab 18. Mai 2016 am Kiosk) und ist bereits unter www.test.de/vormund-fluechtlinge abrufbar.

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